{"id":6333,"date":"2017-07-07T09:12:28","date_gmt":"2017-07-07T07:12:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/?page_id=6333"},"modified":"2017-07-07T09:14:12","modified_gmt":"2017-07-07T07:14:12","slug":"variante-genugtuung-alternativer-verlauf","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/?page_id=6333","title":{"rendered":"Variante &#8218;Genugtuung&#8216;, alternativer Verlauf"},"content":{"rendered":"<p>Alternativer Verlauf, in Bruchst\u00fccken:<br \/>\nGeol trifft in 3017 auf Aenwulf, reist mit ihm nach Rohan zur\u00fcck, ehe er Lorron begegnet. Gibt ihn bei Creodric ab, erf\u00e4hrt zu seinem Erstaunen, da\u00df Lorron am Leben ist, macht sich auf den Weg nach Cliving und m\u00f6chte zudem Jestim Dal ausfindig machen. Steigt in Tjarns Taverne ab, trifft Trevvis, h\u00f6rt von Stimmung in Cliving und im Land und beschlie\u00dft, nicht offen zur\u00fcckzukehren, da er so freier im Handeln ist. Trifft Dal. Beschlie\u00dft, den Gegnern nicht den Gefallen zu tun, sich gegenseitig selbst zu erledigen, da sie offenbar alle Opfer im Plan der anderen sind. Bittet sich Jestim und Tjoren von Rula aus, der selbst bleiben mu\u00df, um den Schein zu wahren. Darras l\u00e4\u00dft sich nicht zur\u00fcckhalten, als er Wind davon bekommt, da\u00df Geol&#8217;s erster Plan vorsieht, jene Gruppe Dunl\u00e4nder zu finden, zu befragen wenn m\u00f6glich, aber im Gro\u00dfen und Ganzen unsch\u00e4dlich zu machen. Sie reiten zu Creodric zur\u00fcck, denn &#8218;jenes Problem&#8216; m\u00f6chte Geol zuvor gekl\u00e4rt haben. Er hofft und hat es Rulavan so gesagt, da\u00df sie vielleicht einen der Hinterm\u00e4nner in die H\u00e4nde bekommen, dessen Aussage verwenden und Jestim im Hintergrund lassen k\u00f6nnen. Aber das wird auch von Aenwulf abh\u00e4ngen. Zu seinem gro\u00dfen Erstaunen m\u00f6chte Aenwulf mit auf den Rachefeldzug gegen die, die das Dorf ausl\u00f6schten&#8230; und der Stallbursche Hamnath auch&#8230; Creodric l\u00e4sst sie nicht gern gehen. Und Jestims wegen gibt es auch hitzige Diskussionen, die schlie\u00dflich Hamnath schlichtet. W\u00e4hrend sie noch diskutieren trifft Lorron ein. Er ist Ilamar und Almere begegnet und hat sich baldm\u00f6glichst auf den Weg gemacht. Creodric gl\u00fccklich, dass Tochter in Sicherheit. Lorron ungeduldig, ins Dunland zu kommen. Reiten \u00fcber Holzm\u00fchle, da sie dort Informationen \u00fcber das Gebiet des Drachenclans zu finden hoffen. Inzwischen Herbst 3017<br \/>\nDarras sieht in Holzm\u00fchle Schild eines Drechslers und m\u00f6chte sein Werkzeug reparieren\/neues erwerben\/Dinge sehen. Kommt gar nicht wieder, so da\u00df Geol beunruhigt nachsehen geht. Findet ihn begeistert und hochzufrieden inmitten von Schalen, L\u00f6ffeln, Kinderspielzeug. Der Drechsler dunl\u00e4ndischer Abstammung spricht passables Rohirrisch und unterh\u00e4lt sich mit ihm gerade \u00fcber die Vorz\u00fcge einer bestimmten Holzart. Zuerst nimmt keiner von beiden Geol wahr. Als Darras ihn sieht, erz\u00e4hlt er mit leuchtenden Augen, da\u00df hier jemand ist, der ein \u00e4hnliches Talent hat, wie seine Familie. Aber wieviel sch\u00f6nere Dinge er herstellt! Und hat Geol schon dies gesehen? Oder das? Er dr\u00fcckt ihm ein kleines Holzpferd mit rohirrischer Decke und Ausr\u00fcstung in die Hand. Keiner der beiden achtet auf den Drechsler, der bei Geols Anblick zusammengezuckt ist und ihn nun nachdenklich beobachtet. Geol hat eben noch gel\u00e4chelt \u00fcber Darras Begeisterung und die Dinge gelobt. Nun stutzt er und betrachtet schweigend die kleine Figur, dreht sie zwischen den Fingern und k\u00e4mpft mit seinen Emotionen. &#8222;Geol?&#8220; Darras sieht ihn fragend an. Geol antwortet nicht. Vorsichtig setzt er das Pferd ab, streicht ihm sanft mit dem Finger \u00fcber die Ausr\u00fcstung und schluckt. &#8222;Wir sind im Gasthaus \u00fcber Nacht. Komm nach, wann immer du magst, Darras&#8220;, sagt er sehr leise. &#8222;Was ist denn?&#8220; fragt Darras stirnrunzelnd zur\u00fcck. Unerwarteterweise bekommt er seine Antwort von Meister Arynd. &#8222;Das Pferdchen hat deinen Captain an jemanden erinnert, Junge. Ja, ich achte sehr auf Einzelheiten, wenn ich meine Figuren gestalte, und so, wie die Riemen hier verschnallt sind, kann man schnell an Seil oder Axt herankommen, wenn es auch eine ungew\u00f6hnliche Methode ist, die ich nur von Aswig kenne.&#8220; Geol&#8217;s Kopf fuhr herum und er starrte den Mann an. &#8222;Er lebte, als ich ihn vor Monaten zuletzt sah&#8220;, sagte Arynd ruhig. &#8222;Er hatte so sehr gehofft, ihr k\u00e4mt, um ihn zu befreien. Ich wies ihn darauf hin, da\u00df man ihn wohl f\u00fcr tot hielt, aber er sch\u00fcttelte nur den Kopf. &#8218;Ihr glaubt doch nicht, da\u00df das Lorron oder Geol davon abhalten w\u00fcrde, uns zu r\u00e4chen? Wenn sie leben, werden sie kommen&#8216;, sagte er. Es war einer der vielen Gr\u00fcnde, weswegen ich meine Leute verlie\u00df. Ich wollte nicht dort sein, wenn ihr kamt. Ich wollte nicht gegen euch zu stehen gezwungen sein, denn solange ich Mitglied meines Clans war, galt meine Loyalit\u00e4t unbedingt ihnen. Und nun seid ihr unterwegs. Deshalb seid ihr doch hier, oder? Ihr erhofft euch, jemanden zu finden, der wei\u00df, wo die Drachen lagern, die eure M\u00e4nner get\u00f6tet haben. Nun, ich bin jetzt nicht mehr einer von ihnen. Ich war es im Herzen lange schon nicht mehr, seit sie jeglichen ehrbaren Weg verlassen hatten. Setzt euch, Captain. Ich habe euch Einiges zu berichten.&#8220;<\/p>\n<p>Geol sah ihn lange an, als er seine Geschichte beendet hatte. Als er schlie\u00dflich aufstand sch\u00fcttelte er noch immer fassungslos den Kopf. &#8222;Ich h\u00e4tte alles erwartet, aber nicht das. Ich danke euch.&#8220; Arynd erhob sich m\u00fchsam und griff nach dem Pferdchen, das er Geol in die Hand dr\u00fcckte. &#8222;Dies habe ich ihm versprochen. Ich liebe den Jungen, Captain. Bringt ihn heile nach Hause zu seiner Familie.&#8220;<br \/>\nEr sah ihnen durchs Fenster nach, als sie gingen. Geol hatte ihn nicht erkannt und er hatte es nicht \u00fcber sich gebracht, ihn an damals zu erinnern.<\/p>\n<p>Aswig und Haram in Sicherheit zu bringen, so sie noch lebten, war das Dringlichste. <\/p>\n<p>Aswig war dabei gewesen, mit zwei Dunl\u00e4ndern Heu in einer Scheune zu verstauen. Er hustete auf dem dunklen, staubigen Dachboden des Verschlages und wandte sich der Luke zu, um von unten die n\u00e4chste Ladung entgegenzunehmen. Stattdessen streckte ihm Lorron die Arme entgegen. Er hatte sich nicht die M\u00fche gemacht, nach der Leiter zu suchen, die die Dunl\u00e4nder sicherheitshalber von Aswig entfernt hatten.<br \/>\n&#8222;Komm.&#8220;<br \/>\nAswig stutzte und konnte erst kaum fassen, was er sah. Er l\u00e4chelte. Dann jedoch horchte er auf. Gab es Alarm? &#8222;Aber Haram&#8230;!&#8220; rief er hinab. &#8222;Geol ist bei ihm auf der anderen Seite, keine Sorge.&#8220;<br \/>\nAswig lie\u00df sich auffangen.  Erst jetzt sah er die beiden Dunl\u00e4nder, die seinen Rettern zum Opfer gefallen waren, und erst jetzt wurde ihm so richtig klar, was gerade geschah. Er lachte auf, w\u00e4hrend ihm gleichzeitig Tr\u00e4nen in den Augen standen. &#8222;Lorron&#8230; endlich&#8230; endlich&#8230; ich wu\u00dfte, ihr kommt her!&#8220;  &#8222;Das Dorf ist noch nicht in unserer Hand&#8220;, sagte Lorron leise. &#8222;Wir m\u00fcssen gehen.&#8220; Er lie\u00df ihn los und wies auf den Eingang, den Tjoren sicherte. Unterwegs trafen sie auf Aenwulf und Hamnath die den R\u00fcckweg freigehalten hatten, und zusammen machten sie sich zu ihrem Versteck auf.<\/p>\n<p>Haram war gerade dabei eine gro\u00dfe Fuhre Mist aus dem Stall zu schaffen, als er ein seltsames, ersticktes Ger\u00e4usch h\u00f6rte, das ihn sich umsehen lie\u00df. Statt seiner Wache stand Geol hinter ihm und drehte die Mistgabel, die der gest\u00fcrzte Mann noch immer in H\u00e4nden hielt, beiseite. Er umfasste Harams Unterarme zur Begr\u00fc\u00dfung. &#8222;Mann, habe ich dich vermisst&#8230; aber wir m\u00fcssen sp\u00e4ter reden. Folge mir.&#8220; Haram sch\u00fcttelte den Kopf und sah erschreckt zur T\u00fcr hinaus. &#8222;Aswig ist inzwischen wahrscheinlich schon in Sicherheit, Lorron hat sich darum gek\u00fcmmert.&#8220; Haram atmete auf. Er sah inzwischen, da\u00df auch seine zweite Wache am Boden lag und nickte mit einem zufriedenen Schnaufen. Doch er folgte Geol nicht, als dieser zur T\u00fcr ging. Geol blickte ihn fragend an. &#8222;Der Anf\u00fchrer kommt gleich her,&#8220; erkl\u00e4rte Haram knapp und zog die Leichen dann so, da\u00df man sie von der T\u00fcr aus nicht sehen konnte, nahm dem einen den Umhang ab und streckte ihn Geol entgegen. &#8222;Ich m\u00f6chte ihn gern empfangen.&#8220; Geol zog die Augenbrauen hoch, warf sich aber den Umhang \u00fcber, gab Jestim ein Zeichen und hielt Haram eine Waffe hin. Der sch\u00fcttelte den Kopf. &#8222;Brauch ich f\u00fcr den nicht.&#8220; &#8222;Ich will ihn lebend, Haram. Vorerst. Ich will wissen, was er wei\u00df.&#8220; Haram knurrte, aber er nickte. Dann l\u00e4chelte er. &#8222;Du h\u00e4ltst dich gut auf den Beinen, sag blo\u00df, das ist wieder in Ordnung gekommen?&#8220; &#8222;Es geht wieder ganz leidlich. In Ordnung ist was anderes.&#8220;<br \/>\n&#8222;Und wer ist jetzt unser Captain, Captain?&#8220; fragte Haram ohne ihn anzusehen. Er grinste dabei von einem Ohr zum anderen. Geol wurde in diesem Augenblick klar, wie wenig Haram und Aswig \u00fcber das wu\u00dften, was geschehen war, da sie ja ganz am Anfang gefangen genommen wurden. &#8222;Rulavan&#8220;, sagte er wahrheitsgem\u00e4\u00df. Haram verschluckte sich und starrte ihn an. &#8222;Wie um alles in der Welt hast du ihn dazu gekriegt? Das glaube ich dir nicht. Gut, solange du mit einer kleineren Gruppe hier bist&#8230; aber komm, h\u00f6r zu, das kann nicht dein Ernst sein. Er w\u00fcrde sich nie anma\u00dfen, dir einen Befehl zu erteilen. H\u00f6chstwahrscheinlich w\u00fcrde er rot anlaufen, wenn er es m\u00fc\u00dfte.&#8220;  &#8222;H\u00f6chstwahrscheinlich&#8220;, gab Geol ihm Recht, der auch nicht wu\u00dfte, wie die Zukunft f\u00fcr sie aussehen w\u00fcrde. &#8222;Er mu\u00dfte es aber noch nicht. Ich bin aus der Truppe ausgeschieden, schon vergessen? Und dann habe ich Rohan f\u00fcr eine Weile verlassen, Haram. Lorron kehrte zun\u00e4chst nicht zur\u00fcck und ich hielt ihn f\u00fcr tot. Als er zur\u00fcckkehrte&#8230; k\u00fcmmerte er sich um&#8230; das, was von uns noch \u00fcbrig war&#8230; und \u00fcbernahm die Ausbildung der jungen Rekruten, wie Darras, oder Jortwig.&#8220; &#8222;Jortwig? Der kleine Jortwig? Der junge Hund? &#8211; Verzeih mir den Ausdruck, aber der Junge ist doch die Harmlosigkeit in Person, so etwas von einem naiven, gro\u00df\u00e4ugigen &#8230; der ist doch nicht in der Lage, irgendwen oder irgendetwas zu t\u00f6ten?&#8220; &#8222;Orks schon, sagt Rulavan. Aber er wei\u00df auch noch nicht, dass Lorron und ich zur\u00fcck sind. Das wissen Rulavan, und Bynstan und Trevvis. Und sonst niemand in Cliving. Und deshalb mu\u00df Rulavan weiter als Captain durchhalten.&#8220; &#8222;Wieso? War Lorron auch weg? Ach, ich ahne es, er ist dir nach&#8230; gilt er jetzt als Deserteur?&#8220; &#8222;Nein. Hat Bynstan vorher um Entlassung gebeten. Hatte offenbar kaum eine andere Wahl.&#8220;<br \/>\n&#8222;Es passt dir nicht.&#8220;<br \/>\n&#8222;\u00dcberhaupt nicht.&#8220;<br \/>\nHaram nickte nachdenklich. Er war ernst geworden. &#8222;Geol&#8230; wer ist von uns \u00fcberhaupt noch da? Au\u00dfer Rulavan und Trevvis?&#8220;<br \/>\nGeol sah zu Boden und knetete den Zipfel des Umhangs zwischen zwei Fingern.<br \/>\n&#8222;Niemand sonst?&#8220; fragte Haram leise, fast tonlos.<br \/>\n&#8222;Tjoren.&#8220; Aber der war noch nicht lange bei ihnen gewesen. Er selbst kannte ihn kaum. &#8222;Ich erz\u00e4hle dir sp\u00e4ter mehr.&#8220; Seine Stimme war immer leiser geworden, denn nun h\u00f6rte man Schritte sich n\u00e4hern.<br \/>\nHaram ballte die F\u00e4uste.<br \/>\nAls Korhal den Stall betrat, stand der Rohirrim bereit, eine Fuhre hinauszubringen, w\u00e4hrend einer der M\u00e4nner zur Mistgabel griff um sich ihm anzuschlie\u00dfen. Korhal wunderte sich daher etwas, da\u00df jemand hinter ihm die T\u00fcr schlo\u00df. Er wollte schon etwas sagen, doch da fuhr der blonde Krieger bereits auf ihn los.<br \/>\nEr hatte keine Chance.<br \/>\n&#8222;Gut, dass wir die Karre hier haben&#8220;, meinte Geol nur. &#8222;Kipp aus, f\u00fcll ihn ein, pack wieder was drauf und dann lass uns von hier verschwinden ehe sie begreifen, was geschehen ist. &#8211; Und du, Jestim, ziehst dir auch etwas \u00fcber deinen Blondschopf.&#8220;<br \/>\nWie bei der anderen Gruppe auch hatte jemand den R\u00fcckweg im Auge behalten. Darras lotste sie durch. Als sie sicher waren konnte er seine Neugier nicht mehr z\u00fcgeln. &#8222;Warum schleppen wir den Dreck da mit?&#8220;<br \/>\n&#8222;Weil&#8217;s das Schwein ist, das den Angriff auf deinen Bruder befohlen hat,&#8220; kam Haram Geol zuvor.<br \/>\nDarras zischte etwas und seine Augen verengten sich.<br \/>\nGeol warf Haram einen verwarnenden Blick zu. &#8222;Musste das sein, da\u00df du ihn anstachelst?&#8220;<br \/>\nHaram zuckte mit den Schultern. &#8222;Wieso? Er wird das Camp doch soundso nicht mehr lebend verlassen wenn du mit ihm fertig bist.&#8220;<br \/>\n&#8222;Das ist noch nicht sicher. Vielleicht k\u00f6nnen wir ihn noch gut gebrauchen. Es w\u00e4re mir Recht, wenn er selbst noch eine Chance f\u00fcr sich sehen w\u00fcrde. Wieso sonst sollte er mit uns reden? Ein Blick in Darras&#8216; Gesicht und er wei\u00df: mit der Chance wird es nichts.&#8220; Haram lachte b\u00f6se. &#8222;Er wei\u00df, da\u00df er ein toter Mann ist. Ich bin frei. Und ich werde ihn weder Darras noch dir \u00fcberlassen.&#8220;<br \/>\nGeol seufzte. &#8222;Wei\u00dft du, wer ihn damals angeheuert hat?&#8220;<br \/>\nHaram mu\u00dfte zugeben, da\u00df er das nicht wu\u00dfte. Es kamen Gesandte, aber sie sprachen nur von &#8218;ihm&#8216;. Er wu\u00dfte nicht, wer &#8218;er&#8216; war.<br \/>\nSie erfuhren es auch von Korhal nicht. Er hatte mehr Angst vor &#8218;ihm&#8216; als vor allem, was sie sich f\u00fcr ihn ausdenken mochten. Aber etwas erfuhren sie doch, und es entsetzte sie zutiefst, denn solche Kaltbl\u00fctigkeit hatten sie nicht erwartet. &#8222;Nimm dir deinen sauberen Greven vor&#8220;, hatte sich Korhal an Lorron gewandt. &#8222;Der wollte sich die H\u00e4nde nicht schmutzig machen, und der war es doch, der euch beide los sein wollte, was gingt ihr mich an?! Der Kerl hat im Sicheren gesessen, und ich&#8230; was wei\u00df ich, was er &#8218;ihm&#8216; versprochen hat, wobei ihr im Weg wart! Ich wei\u00df es nicht! Aber das w\u00fcrde ich zu gern noch erleben, Berserker, wie du ihn und seine Wachen in seiner feinen Burg niedermetzelst! Seinen gro\u00dfartigen Thorulf, der nichts besseres zu tun hatte, als sich hier wichtig zu machen, als du wieder zu Hause aufgetaucht bist, anstatt da\u00df er das Problem selbst erledigt. Der Feigling! Der traut sich genausowenig an dich heran&#8230; w\u00e4re es denn so schwer f\u00fcr ihn gewesen, da\u00df dir ein Unfall passiert? Aber nicht doch, nicht in seinem sauberen Umfeld! Wagt der Kerl es, stattdessen mir zu drohen! Wo ich doch wenigstens Erfolge vorzuweisen hatte, haben euch ja bestens dezimiert.&#8220;<br \/>\nAn dieser Stelle war es Geol nur m\u00fchsam gelungen, Haram und Darras daran zu hindern, Korhals Leben zu beenden. &#8222;Wir brauchen ihn noch!&#8220; zischte er. &#8222;Niemand hat Lorron geglaubt, nicht, wenn Thorulf und Athelward etwas anderes sagen. Wir brauchen ihn, damit er mit dem Finger auf sie zeigen kann. Am besten, wenn alle es sehen und sie es am wenigsten erwarten. Er hat nur ausgef\u00fchrt, was Athelward wollte. Wir wollen den Greven, Haram. Unseren Greven, nicht diesen Handlanger da! &#8211; Wirst du das tun, Korhal? Ich glaube nicht, das sage ich ehrlich, da\u00df ich dich noch sch\u00fctzen kann, wenn dein Leben f\u00fcr Haram keinen Wert mehr hat. Aber du wirst bekommen, was du dir soeben gew\u00fcnscht hast. Du wirst Athelward st\u00fcrzen sehen.&#8220;<br \/>\nKorhal nickte. Zwar sch\u00fcttelte Haram fassungslos den Kopf, da\u00df er Korhals Gegenwart l\u00e4nger ertragen sollte, aber Darras&#8216; Worte \u00fcberzeugten ihn. &#8222;Beide? Thorulf und Athelward? Dann ist es klar, warum alle unsere Bem\u00fchungen fast zwei Jahre lang ins Leere gelaufen sind. &#8211; Oh nein&#8230; Ranulf&#8230;&#8220; Er bi\u00df sich auf die Lippen und blickte verzweifelt auf Korhal. &#8222;Thorulf steckt wirklich so tief mit darin?&#8220; &#8222;Thorulf kam zu uns. Du glaubst doch nicht, euer sauberer Greve w\u00e4re dieses Risiko eingegangen. Das \u00fcberl\u00e4sst er anderen und wagt es auch noch, sie als Freunde zu bezeichnen. H\u00e4tte ihn wahrscheinlich wenig gekratzt, wenn sein Thorulf den Besuch bei uns nicht \u00fcberlebt h\u00e4tte.&#8220;<br \/>\nDarras schnaufte. Dann ging er neben Korhal in Position. Wenn der Mann schon am Leben blieb, dann w\u00fcrde er ihn nicht aus den Augen lassen. Und wenn er schlief w\u00fcrde Haram \u00fcbernehmen, soviel war klar. Tjoren hatte bisher schweigend zugeh\u00f6rt. &#8222;Man wird uns wieder nicht glauben,&#8220; sagte er, als sich der Rest der Gruppe ausser H\u00f6rweite des Gefangenen befand. &#8222;Ihr wart nicht da, du nicht, Lorron, und dein Vater auch nicht. Sie verdrehen alles. Besonders, wenn ich dabei war. Sie werden sagen, wir haben ihn gezwungen, so etwas zu behaupten. Alles w\u00e4re nur erlogen.&#8220;<br \/>\nGeol seufzte. &#8222;Gut m\u00f6glich&#8220;, sagte er. &#8222;Ich hoffe auf die \u00dcberraschung. Ich hoffe darauf, da\u00df einer einen Fehler macht. Das Letzte, was sie erwarten, ist, da\u00df Korhal dort auftaucht. Zum Erntefest auf der Tanzfl\u00e4che oder dergleichen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, da\u00df irgendjemand so abgebr\u00fcht w\u00e4re, da keinen Fehler zu machen. Ich kann nur \u00fcberhaupt nicht verstehen, was diese M\u00e4nner antreibt. &#8211; Lassen wir das erstmal. Im Dorf wird es bald Alarm geben oder schon gegeben haben. Wir m\u00fcssen z\u00fcgig handeln.&#8220;<br \/>\nAswig und Hamnath hatten bei der Befragung nicht zugegen sein wollen. Aswig wu\u00dfte inzwischen, wen sie alles verloren hatten und Hamnath hatte ihm danach beigestanden. Die anf\u00e4nglich \u00fcberschw\u00e4ngliche Freude des F\u00e4hrtenlesers war doch arg getr\u00fcbt. Nun war er endlich frei zur\u00fcckzukehren, aber er w\u00fcrde so viele nie wiedersehen auf die er sich schon gefreut hatte. Und er war sich immer noch nicht sicher, ob etwas anders gewesen w\u00e4re, wenn er aufmerksamer gewesen w\u00e4re. Mit rotgeweinten Augen sah er zu Haram auf, der sich daraufhin zu ihm kniete. &#8222;Ich wei\u00df. Aber wird es trotzdem gehen? Kannst du mit uns reiten?&#8220;<br \/>\nAswig schauderte. &#8222;Sie werden nicht aufh\u00f6ren, nicht wahr? Sie werden andere \u00fcberfallen f\u00fcr Tibut oder sie werden unter einem neuen Anf\u00fchrer mit den Orks ziehen. Arynd hat nicht geglaubt, etwas \u00e4ndern zu k\u00f6nnen. Er ist gegangen. Ich f\u00fcrchte, es bleibt nichts anderes. Aber mir tut es um die Kinder leid.&#8220;<br \/>\nLorron setzte sich an seine andere Seite. &#8222;Wir werden Kinder und Frauen verschonen, Aswig. Sogar die Krieger, wenn sie sich ergeben und ihre Waffen abgeben. Geol will ihnen die Wahl lassen.&#8220;<br \/>\n&#8222;Wirklich?&#8220;<br \/>\n&#8222;Wirklich. Rache bringt unsere Freunde nicht zur\u00fcck und wir wissen auch, da\u00df die Kinder ihre V\u00e4ter brauchen k\u00f6nnen. Ohne Waffen wird es schwer genug f\u00fcr sie.&#8220;<br \/>\n&#8222;Wahrscheinlich werden sie nicht darauf eingehen k\u00f6nnen. Stell dich darauf ein.&#8220;<br \/>\nLorron seufzte. &#8222;Ja.&#8220;<br \/>\nAswig fuhr sich fahrig mit der Hand \u00fcber die Augen. &#8222;Na gut. Aber bitte, teil mich nicht zum Wachposten ein. Nicht heute.&#8220; Lorron legte ihm den Arm um die Schultern. &#8222;Es lag nicht an dir. Es waren einfach zu viele. Dein Alarm h\u00e4tte nichts ge\u00e4ndert, so wie ich das sehe. Mein erster Gedanke war: &#8218;Schei\u00dfe, wir haben ihn da allein gelassen!&#8216; Ich h\u00e4tte je zwei Mann aufstellen m\u00fcssen. Aber ich f\u00fcrchte, auch das h\u00e4tte nichts ge\u00e4ndert. Bitte, nimm dir das nicht zu Herzen.&#8220;<br \/>\nAswig atmete tief durch. &#8222;Ich glaube, Geol m\u00f6chte los.&#8220;<\/p>\n<p>Nun, da einige schon besiegt waren, darunter Korhal, hatten die \u00fcbrigen Angst. Es war ein guter Zeitpunkt. Geol richtete sich offen an sie und Aswig \u00fcbersetzte. &#8222;Ihr seid uns mit Heimt\u00fccke begegnet, habt unsere M\u00e4nner get\u00f6tet und unsere Pferde gestohlen. Das kennen wir nicht anders. Aber nun habt ihr euch auch noch mit dreckigen Orks verb\u00fcndet! Das k\u00f6nnen wir nicht dulden. Jedoch sind wir nicht wie ihr. Wir werden unseren Kampf nicht weiter heimlich f\u00fchren. Wir werden euren M\u00e4nnern Zeit geben, sich zu bewaffnen, oder euren Weisen, sich zu beraten. Entweder, ihr tretet zum offenen Kampf gegen uns an, oder ihr ergebt euch uns. Ich stehe hier und warte auf eure Antwort.&#8220;<br \/>\nSie waren nur neun Mann. Aber sie hatten Pferde, Waffen und eine Menge Entschlossenheit. Sie hatten Lorron.<br \/>\nOhne ihren Anf\u00fchrer war diese Entscheidung keine leichte Aufgabe f\u00fcr das Dorf. Ein gro\u00dfer Mann ri\u00df das Wort an sich und um ihn bildete sich eine Traube. Um einen anderen, \u00e4lteren, scharten sich auch M\u00e4nner. Geol wartete ab. Tjoren und Jestim und Aswig waren angespannt, denn sie hatten f\u00fcr Geols Sicherheit zu sorgen. Und tats\u00e4chlich fand sich einer, der meinte, den feindlichen Anf\u00fchrer aus dem Versteck heraus erschie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Tjorens Pfeile streckten ihn nieder, aber danach dauerte es nicht lange, bis die D\u00f6rfler auf sie zust\u00fcrmten, w\u00e4hrend einige Frauen ihre Kinder in Sicherheit brachten.<\/p>\n<p>&#8222;Nicht!&#8220; Der alte Mann hatte l\u00e4ngst seine Waffe fortgeworfen, nun stand er sch\u00fctzend zwischen den j\u00fcngeren Kriegern und dem Berserker. Der jedoch nahm nichts anderes mehr wahr als weitere Feinde vor sich.<br \/>\nNoch jemand, der durchaus noch ein Schwert hielt&#8230; &#8222;Lorron! Stop!&#8220; Geol&#8217;s kleinere, leichte Klinge war kaum imstande, Lorron&#8217;s Zweih\u00e4nder ernsthaft aufzuhalten. Seine Stimme mu\u00dfte tun, was seine Waffe und Kraft nicht vermochten. &#8222;Junge, h\u00f6r auf! Es ist vor\u00fcber.&#8220; Er blickte ihm in die Augen, h\u00f6rte sein Schwert auf dem Boden aufkommen und sah, wie sich die schartige, breite Klinge von Lorron&#8217;s riesenhafter Waffe gegen ihn richtete, den Blickkontakt unterbrechend. Dennoch wich er nicht zur\u00fcck sondern legte seine H\u00e4nde auf Lorron&#8217;s Arme. Die Waffe verharrte nur Zentimeter vor ihm. &#8222;Es ist vorbei, Lorron&#8220;, wiederholte Geol. Da endlich schien das unheimliche Feuer zu weichen, das in Lorron&#8217;s Augen brannte. Er blinzelte, starrte schwer atmend auf das Schwert, auf Geol, und sah sich verwundert um, als habe er getr\u00e4umt und w\u00e4re erst jetzt erwacht und n\u00e4hme seine Umwelt nun erst wirklich wahr. Der alte Mann stand noch immer vor den Jungen. Viele der Drachenkrieger lagen erschlagen in der N\u00e4he. Seine M\u00e4nner warteten ab. Geol atmete auf und klopfte ihm auf die Schulter. &#8222;Der Rest hat sich ergeben.&#8220; Dann wandte sich sein Vater den Dunl\u00e4ndern zu, b\u00fcckte sich beil\u00e4ufig zu dem Schwert und hob es auf und sagte mit lauter, strenger Stimme: &#8222;So ergeht es denen, die uns angreifen. So wird es jedem ergehen, der meint, es noch einmal versuchen zu wollen. Haltet euch fern von Rohan. Haltet euch fern von den Orks! Gibt es hier noch irgendjemanden, der bezweifelt, dass eurer der falsche Weg war?!&#8220; Der alte Mann sah sich um, dann sch\u00fcttelte er den Kopf. &#8222;Wir haben gesehen, das eine unerkl\u00e4rliche Kraft auf eurer Seite stand. Wieso wurde sie euch verliehen, nicht uns, wenn nicht ihr im Recht wart? Wir haben den Zorn unserer G\u00f6tter auf uns gezogen. Wir haben daf\u00fcr bezahlt.&#8220; Er klang m\u00fcde. Es waren nur wenige M\u00e4nner im waffenf\u00e4higen Alter \u00fcbrig. Frauen, Jugendliche, Kinder, alte Leute.<br \/>\n&#8222;Wir f\u00fchren keinen Krieg gegen Frauen und Kinder&#8220;, sagte Geol.<br \/>\nHaram sah starr geradeaus. &#8218;Aber eine Frau hat Krieg gegen uns gef\u00fchrt&#8216;, dachte er. &#8218;Wo sie wohl jetzt ist? Ist es gut, da\u00df sie heute nicht mehr hier war? Korhal&#8217;s Sturz h\u00e4tte ihr gefallen, aber das andere? Die Waffen abgeben und schutzlos den anderen Gruppen gegen\u00fcberstehen? Sich verstecken, woanders neu um eine Position k\u00e4mpfen? Niemals&#8230; ich f\u00fcrchte, sie h\u00e4tte gek\u00e4mpft. Bin ich froh, da\u00df sie schon fort ist.&#8216;<br \/>\nGeol seufzte leise und traf eine Entscheidung, die seine Leute erstaunte. &#8222;Behaltet eure Waffen. Ihr werdet sie brauchen, wenn ihr nicht euren eigenen Leuten zum Opfer fallen wollt.&#8220; Auch er klang m\u00fcde. Es hatte ihm zwar neue Informationen eingetragen herzukommen, aber den, dem sogar Athelward zu dienen schien, kannte er immer noch nicht. &#8222;Wir werden euch jetzt verlassen. Folgt uns nicht.&#8220; Seine M\u00e4nner nahmen dies als Befehl und machten sich zum Aufbruch bereit. Sie waren schon aufgesessen, als einer der jungen Dunl\u00e4nder, ein Kind noch, an sie herantrat, jedoch in geb\u00fchrendem Abstand verharrte, als er alle Blicke auf sich gerichtet sah. &#8222;Ich m\u00f6chte mit euch gehen. Ihr habt gesiegt, und hier ist nichts f\u00fcr mich.&#8220;<br \/>\nSeine Leute sahen ihn zwar verbl\u00fcfft an, aber es sagte niemand etwas dagegen. Geol wollte eigentlich lieber den Kopf sch\u00fctteln, doch dann fing er Hamnaths Blick auf. &#8222;Was willst du bei den Rohirrim, Junge? Wenn du ein Krieger werden m\u00f6chtest, und wirst einer von uns, dann stehst du vielleicht eines Tages gegen deine eigenen Leute.&#8220; &#8222;Es mu\u00df zwar jeder Mann k\u00e4mpfen k\u00f6nnen, aber es mu\u00df doch nicht jeder ein Krieger sein&#8220;, gab der Junge zur Antwort. Geol nickte. &#8222;Jestim&#8220;, sagte er also. &#8222;Du bist leicht, dein Pferd tr\u00e4gt zwei Mann. Gib mir auf den Jungen Acht. M\u00f6glich, da\u00df er ganz andere Ideen bekommt, wenn er merkt, da\u00df sein Anf\u00fchrer noch lebt.&#8220;<\/p>\n<p>Es stellte sich schnell heraus, da\u00df ihre Sorge ganz anderer Natur sein w\u00fcrde. Als er Korhal sah, begann der Junge, ihn ver\u00e4chtlich zu beschimpfen. Er fragte entr\u00fcstet, warum sie ihn nach ihrem Sieg nicht get\u00f6tet h\u00e4tten? Der Mann habe es zwar verdient, die Schande l\u00e4nger zu ertragen, aber eine endg\u00fcltige L\u00f6sung w\u00e4re doch f\u00fcr diese Schlange sicher die bessere gewesen? Sie erkl\u00e4rten ihm, weshalb. Es waren Erkl\u00e4rungen, die fremd f\u00fcr ihn klangen. Argw\u00f6hnisch betrachtete er den gest\u00fcrzten Anf\u00fchrer, dann Haram. &#8222;Es w\u00e4re dein Recht gewesen&#8220;, sagte er. &#8222;Es wird mein Recht sein, aber noch nicht&#8220;, sagte Haram. &#8222;Werdet ihr dann erneut k\u00e4mpfen? Oder t\u00f6ten Rohirrim einen gefesselten Mann?&#8220; &#8222;Wir werden erneut k\u00e4mpfen&#8220;, sagte Haram. <\/p>\n<p>Sp\u00e4ter erkl\u00e4rten sie dem Jungen auch, wieso es keine gute Idee w\u00e4re, ihn mit sich in ihre Stadt zu nehmen, und erz\u00e4hlten ihm von Holzm\u00fchle. Dorthin w\u00fcrden sie ohnehin als n\u00e4chstes reiten, denn Aswig war nicht bereit, nach Hause zur\u00fcckzukehren, ohne zuvor mit Arynd gesprochen zu haben. Und Aenwulf und Hamnath wollten nat\u00fcrlich zu Creodric zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>&#8222;Lorron?&#8220; Geol nutzte die Tatsache, da\u00df die anderen schon schliefen als er seinen Sohn auf Wache abl\u00f6ste, um ihn auf etwas anzusprechen, das ihm keine Ruhe lie\u00df.<br \/>\n&#8222;Hm?&#8220; Lorron war zuletzt sehr einsilbig gewesen.<br \/>\n&#8222;Ich&#8230; dachte er sagt es nur so dahin&#8230; Korhal, als er dich Berserker nannte.&#8220;<br \/>\nLorron wurde rot, was in der Dunkelheit aber kaum auffiel. Er sagte nichts.<br \/>\nGeol schnaufte. &#8222;Ich konnte nicht glauben, da\u00df du mich verletzen w\u00fcrdest&#8230; aber&#8230; so etwas habe ich noch nie erlebt&#8230; du hast mich zuerst gar nicht erkannt&#8230; ich bin mir nicht sicher, ob ich dazwischen gegangen w\u00e4re, wenn ich das vorher gewu\u00dft h\u00e4tte&#8230;&#8220;<br \/>\nLorron sagte noch immer nichts, aber er begann zu zittern.<br \/>\n&#8222;Junge?&#8220;<br \/>\n&#8222;Am besten, es ist kein Freund zuf\u00e4llig in der N\u00e4he, wenn das passiert&#8230;&#8220; fl\u00fcsterte Lorron und seine Stimme klang heiser. &#8222;Ich kann es nicht kontrollieren. Ich wei\u00df nicht, wann es kommt. Es passiert nicht bei jedem Kampf. Ich wei\u00df nicht, wie es wieder vergeht. Wenn kein Feind mehr da ist, dachte ich&#8230; ich&#8230; hinterher wei\u00df ich fast nichts mehr von w\u00e4hrenddessen&#8230; es ist alles verschwommen&#8230;&#8220;<br \/>\n&#8222;Es hat Rulavan, Tjoren und Trevvis das Leben gerettet.&#8220;<br \/>\n&#8222;Und es h\u00e4tte deins kosten k\u00f6nnen!&#8220; fuhr er auf. &#8222;Ich habe dich nicht erkannt!&#8220;<br \/>\n&#8222;Doch, hast du.&#8220;<br \/>\n&#8222;Aber erst so sp\u00e4t&#8220;, sagte er schaudernd. &#8222;Ich werde manchmal wach weil ich tr\u00e4ume ich \u00f6ffne die Augen, danach, und du liegst bei den Gegnern am Boden. Ich bin dann nicht ich. Es macht mir Angst.&#8220;<br \/>\nGeol wu\u00dfte nichts zu entgegnen. Er nahm ihn in den Arm.<br \/>\n&#8222;Wenn nicht du sondern Hamnath dort gestanden h\u00e4tte, h\u00e4tte ich ihn auch erkannt? Jemanden, der nicht Familie ist?&#8220; mumelte Lorron. &#8222;Vater, ich habe Angst davor.&#8220; Geol seufzte, schob ihn ein St\u00fcck zur\u00fcck und blickte ihm in die Augen. &#8222;Ich glaube, das brauchst du nicht. Du konntest es absch\u00fctteln. Und wenn deine M\u00e4nner wissen, was passieren k\u00f6nnte, werden sie dir aus dem Weg gehen und dir den R\u00fccken freihalten falls es passiert.&#8220;<br \/>\n&#8222;Sagst du so einfach.&#8220;<br \/>\n&#8222;Was soll ich denn sagen? Ich wei\u00df es doch auch nicht besser. Wir werden Zarina fragen. Und andere. Vielleicht finden wir jemanden, der so etwas kennt. Der wei\u00df, ob und wie man es kontrollieren kann. Vielleicht ist das ja lernbar.&#8220;<br \/>\n&#8222;Meinst du?&#8220;<br \/>\n&#8222;Es w\u00e4re m\u00f6glich.&#8220;<br \/>\nLorron war sich nicht so sicher. Aber im Augenblick wollte er sich von dieser M\u00f6glichkeit tr\u00f6sten lassen. &#8222;Gut. Erkundigen wir uns. Aber, Vater, lass mich nicht in vorderer Reihe stehen, wenn wir gegen Athelward angehen. Ich will nicht, da\u00df Korhal mit seiner H\u00e4me auch noch Recht beh\u00e4lt. Er mag Athelwards Fall sehen, aber nicht auch noch meinen. Lass mich meinetwegen ein Auge auf Ranulf haben. Und erinnere mich daran, die Waffe nicht mitzunehmen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alternativer Verlauf, in Bruchst\u00fccken: Geol trifft in 3017 auf Aenwulf, reist mit ihm nach Rohan zur\u00fcck, ehe er Lorron begegnet. Gibt ihn bei Creodric ab, erf\u00e4hrt zu seinem Erstaunen, da\u00df Lorron am Leben ist, macht sich auf den Weg nach Cliving und m\u00f6chte zudem Jestim Dal ausfindig machen. 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