{"id":4808,"date":"2016-07-13T15:10:50","date_gmt":"2016-07-13T13:10:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/?page_id=4808"},"modified":"2016-07-13T20:37:55","modified_gmt":"2016-07-13T18:37:55","slug":"im-lager-der-falken-nach-dem-verrat","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/?page_id=4808","title":{"rendered":"Im Lager der Falken (kurze Zeit nach dem Verrat)"},"content":{"rendered":"<p>in den Bergen \u00fcber Tal Methredas \/ Isengard<\/p>\n<p>geheime Gebirgspfade, die den Falken bekannt sind<\/p>\n<p>Bragren und Narma haben die Gruppe um Geol bereits verlassen und sind nach Dunland \/ Enedwaith zur\u00fcck um Ilamars Gruppe zu treffen und zu f\u00fchren<\/p>\n<p>Jovans Falke war schon gen Ilamar weg und wird zur\u00fcckerwartet<\/p>\n<p>Hin und wieder sieht die Gruppe einen wei\u00dfen Falken auf ihrem Weg hoch in die Berge, aber Jovan kann nicht sagen, ob es seiner ist. Sie folgen ihm, aber er kommt nicht n\u00e4her.<\/p>\n<p>Sie h\u00f6ren Kampfl\u00e4rm und sehen eine Gruppe Dunl\u00e4nder, die mit\u00a0 einer anderen Gruppe Dunl\u00e4nder k\u00e4mpft bzw. diese besiegt, w\u00e4hrend sie noch heranschleichen. Die Zeichen der \u00dcberlebenden sind die des Falkenclans, die der Toten sowiet erkennbar gemischt.<\/p>\n<p>Ein alter Mann steht zwischen den wenigen K\u00e4mpfern, die noch stehen, w\u00e4hrend andere sicherstellen, dass die am Boden wirklich tot sind bzw. ein, zwei \u00dcberlebenden helfen. Alle haben die eine oder andere Verletzungen.<\/p>\n<p>Eine gro\u00dfe Bergkatze streicht zwischen den Kriegern umher. Ein gro\u00dfer Hund hat sich in seiner N\u00e4he abgelegt, w\u00e4hrend der Mann einen Verletzten verbindet.<\/p>\n<p>Geol hatte das Geschehen beobachtet und entschieden, da\u00df der Konflikt, wegen dem Bragren seinen Clan verlassen hatte, sich wohl offenbar zugespitzt hatte. Es sah aus, als habe die vern\u00fcnftigere Gruppierung hier gewonnen, daher beschlo\u00df er, sich offen zu zeigen. Immerhin war er dieses Mal der Eindringling in einem fremden Land. Lorron und Daro blieben zur\u00fcck und sicherten, w\u00e4hrend er mit Jovan vortrat und den \u00e4lteren Mann ansprach, ihn gr\u00fc\u00dfend.<\/p>\n<p>Zwei der Krieger fuhren nerv\u00f6s herum, als die Fremden aus ihrer Deckung heraus traten, doch der Alte hob die Hand und sagte leise etwas zu ihnen und sie lie\u00dfen ihre Waffen wieder sinken. Mit mi\u00dftrauischen Blicken zu den Neuank\u00f6mmlingen traten sie zur\u00fcck. Der Hund hob kurz den Kopf und schaute zu Geol, w\u00e4hrend die Katze ihnen keinerlei Aufmerksamkeit schenkte, sondern dem Alten einmal um die Beine strich, bevor sie mit einem m\u00e4chtigen Satz auf einen \u00fcberh\u00e4ngenden Felsen sprang und sich dort niederlie\u00df und zu putzen begann.<\/p>\n<p>Der Alte trat ihnen entgegen. Er trug nur einen alten knotigen Stab und eine lederbesetzte lange Kutte. Der Wind strich durch sein langes graues Haar.\u00a0 Aufmerksam musterte er sie, bevor er Geol ansprach.<\/p>\n<p>&#8222;Ich habe euch erwartet.&#8220; Seine Stimme klang ruhig.<br \/>\nVerbl\u00fcfft blickte Geol ihn an, dann ging sein Blick zu den Tieren und er schien es ihnen zuzuschreiben, da\u00df ihre Anwesenheit bekannt gewesen war, \u00e4hnlich, wie wenn sich jemand ihrem Kriegsross gen\u00e4hert h\u00e4tte. Oder hatte der Mann den Satz anders gemeint?<br \/>\n&#8222;Ist das so? Wo wir uns doch des Weges nicht sicher waren und nur dem L\u00e4rm des Kampfes gefolgt sind, und das auch noch, um erst nach dessen Ende anzukommen.&#8220;<\/p>\n<p>Das Gesicht des alten Mannes war von Wind und Wetter gezeichnet. Ernst sah er ihn an: &#8222;Euer Weg hat euch zur rechten Zeit hierher gef\u00fchrt. Dieser Kampf war nicht der eure. Doch die\u00a0 Kommenden werden es sein.&#8220;<br \/>\nGeol runzelte die Stirn. &#8222;Die Kommenden? Wovon sprecht ihr? Sind noch weitere Drachen -er nickte zu den Gefallenen- in der N\u00e4he?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Ihr werdet nicht nur die, die dem Drachen folgen, auf eurem weiteren Weg zu Feinden haben.&#8220; Ein Schatten legte sich \u00fcber das hagere Gesicht und die Augen schienen etwas von ihrem Glanz zu verlieren. &#8222;Doch dies ist nicht der Ort f\u00fcr viele Worte. Andere, die einst Falken waren, werden bald kommen, um zu beenden, was ihre Vorg\u00e4nger nicht vermochten. Ruft euren Sohn und seinen Gef\u00e4hrten heran, damit wir aufbrechen k\u00f6nnen.&#8220;<br \/>\nDie kleine Schar an K\u00e4mpfern hinter ihm sammelte sich bereits, nicht die Gegend mit unruhigen Blicken beobachtend.<\/p>\n<p>Jovan hatte auf der Reise mit Narma und ihrem Vater etwas mehr von ihrer Sprache gelernt, jedoch noch immer Problemen Gespr\u00e4chen zu folgen. Die letzten Worten des Alten jedoch hatte er verstanden, oder vielleicht doch nicht? Wie konnte er wissen&#8230;?<br \/>\nDie Frage: &#8222;Woher wisst ihr?&#8220; zeichnete sich auch in Geols Gesicht deutlich ab, ehe es sein Gesichtsausdruck sich zu &#8218;w\u00fctend&#8216; \u00e4nderte, als er beschlo\u00df die beiden im &#8218;Versteck&#8216; gelegentlich darauf anzusprechen, da\u00df ihr F\u00e4higkeiten in letzter Zeit etwas zu w\u00fcnschen \u00fcbrig lie\u00dfen. Daran mu\u00dfte dringend gearbeitet werden, wenn ein alter Mann bereits&#8230;. na, sei&#8217;s drum, dies war kein gew\u00f6hnlicher alter Mann. Ob es jener war, von dem Narma so \u00fcberzeugt gesprochen hatte? Er gab seinen Gef\u00e4hrten einen knappen Wink, heranzukommen. &#8222;Seid ihr Urvun?&#8220; fragte er. &#8222;Ich habe jemanden getroffen, der \u00fcberzeugt ist, da\u00df ihr auf alles eine Antwort habt. Aber ihr habt Recht. Jetzt und hier ist nicht der Ort und die Zeit.&#8220;<\/p>\n<p>Ein trauriges L\u00e4cheln umspielte f\u00fcr den Bruchteil eines Augenblickes des Alten Lippen. &#8222;Sie tragen keine Schuld, Geol Taernedden. Wenig nur entgeht dem Blick des Falken in seinem Revier.&#8220; Der Alte hob den linken Arm und mit rauschenden Schwingen st\u00fcrzte sich ein wei\u00dfer Falke herab, der sich erst im letzten Moment abfing, um auf seiner Hand aufzureiten. Stolz schaute der Falke zu Jovan hin\u00fcber.<\/p>\n<p>Jovan gab einen erstaunten Laut von sich: &#8222;Frostschimmer!&#8220; Er starrte den Alten an, der seinen Blick ruhig erwiderte.<br \/>\n&#8222;Die Geister sprachen schon l\u00e4nger von Fremden in unseren Landen. Von dem Sp\u00fcrhund und seinem Sohn, von dem Sohn der Falken und seinem Gef\u00e4hrten &#8211;\u00a0 und anderen.&#8220; Er wandte den Blick von Jovan zu Geol zur\u00fcck. &#8222;Ich bin Urvun. Ich sehe und h\u00f6re vieles.&#8220;<\/p>\n<p>Schauer rieselten \u00fcber Geols R\u00fccken, er konnte sie nicht verhindern. Da\u00df jemand bei einem dunkelhaarigen Rohirrim auf seinen Namen kommen konnte war m\u00f6glich, aber die Art, wie dieser Mann sprach und die Art, wie er mit Jovans Falken umging als w\u00e4re es sein eigener, obwohl das Tier nach Lorron, den es l\u00e4nger kannte, noch immer hackte&#8230; all das sprach davon, da\u00df Narma nicht \u00fcbertrieben hatte, da\u00df in diesem tats\u00e4chlich eine Kraft lag, die&#8230; Geol hatte daf\u00fcr nur das Wort: Zauberei, und es war ihm nie geheuer gewesen. Jedoch war dies Urvuns Revier. Er hatte sie erwartet, f\u00fcr was auch immer. Er nahm sich zusammen.<br \/>\n&#8222;Dann lasst uns gehen, damit ihr mir sagen k\u00f6nnt, f\u00fcr was ihr uns erwartet habt&#8220;, antwortete er.<\/p>\n<p>Jovan konnte seine Verbl\u00fcffung nicht verbergen. Frostschimmer blieb ihm selbst nach all der Zeit, die er mit ihr verbracht hatte, oft genug fern und suchte sich lieber ein eigenes Pl\u00e4tzchen anstatt auf seiner Hand zu sitzen oder auf seiner Schulter, wie manch anderer der Falken. Die Vertrautheit, mit der sie sich dem Alten zugewandt hatte, \u00fcberraschte ihn. Er hatte nicht erwartet, hier jemanden zu treffen, der \u00e4hnliche Fertigkeiten wie seine Vorfahren bsitzen mochte. Aller Erz\u00e4hlungen von Narma zum Trotz.<\/p>\n<p>Urvun wartete, bis Daro und Lorron herangetreten waren, dann gab er seinen Leuten das Zeichen zum Aufbruch. Mit langen S\u00e4tzen \u00fcbernahmen die gro\u00dfe Katze und der Hund die F\u00fchrung und Urvun folgte ihnen gewandt, sein scheinbares Alter L\u00fcgen strafend. Zwei\u00a0 der Dunl\u00e4nder \u00fcbernahmen die Nachhut, um die\u00a0 Spuren zu verwischen.<br \/>\nDer Falke, den Urvun wieder in die Luft geworfen hatte flog weit \u00fcber ihnen.<\/p>\n<p>Lorron hasste die Blicke der beiden M\u00e4nner hinter ihm, auch wenn er sie nur f\u00fchlen konnte. Nach einer Weile wandte er den Kopf und starrte wortlos zur\u00fcck. Er knirschte mit den Z\u00e4hnen. Ja, sie waren freundlich angesprochen worden. Dennoch f\u00fchlte sich dieser Weg f\u00fcr ihn fast wie eine Gefangennahme an, zwischen diesen Gestalten, obwohl er seine Waffen trug und sich sicher war, einen Weg zu finden. Der alte Mann mochte es anders sehen, aber die Feindschaft der j\u00fcngeren Krieger war unverhohlen. Zu Recht. Unter anderen Umst\u00e4nden w\u00e4re ein solches Zusammentreffen undenkbar gewesen. Sie kannten Geol? Fein, dann wu\u00dften sie, was sie zu erwarten hatten, falls dies eine Falle werden sollte. Er hatte dem M\u00e4dchen und Bragren zu trauen gelernt, ja. Aber diese waren anders. Dies waren die, die den Clan damals nicht verlassen hatten. Diese hatten ihre eigenen Leute get\u00f6tet und bisher nahmen sie ja nur an, da\u00df es wegen eines Zerw\u00fcrfnisses in dieser unruhigen Zeit war. Best\u00e4tigt davon war noch gar nichts und sie w\u00fcrden sich auf die Aussagen eines Mannes verlassen m\u00fcssen, der offensichtlich&#8230;. Zauberkr\u00e4fte hatte. Wer wu\u00dfte schon, ob er in der Lage war, sie L\u00fcgen als Wahrheit empfinden zu lassen? Nur der Falke, den er f\u00fcr unbestechlich hielt, denn er hatte es versucht, hatte ihn davon abgehalten, seinem Vater zu widersprechen.<br \/>\nGeol schnaufte, als er das leise Knirschen h\u00f6rte. &#8222;Es ist nur f\u00fcr den Augenblick. Sie haben uns nicht angegriffen, wir nicht sie. Der Zauberer im Isental&#8230; er hat alles gedreht, Lorron. Es ist nicht mehr m\u00f6glich zu sagen, wer die Freunde oder Feinde sind in diesem Kampf. Nicht, ohne mehr zu wissen.&#8220;<br \/>\nLorron nickte. Er hielt sich weiter an Daros blinder Seite, sein Pferd nach aussen neben sich. Nur f\u00fcr den Fall.<\/p>\n<p>Daro h\u00f6rte das Knirschen von Lorron neben sich und ri\u00df sich zusammen, nicht ebenfalls mit den Z\u00e4hnen zu mahlen. Stattdessen stapfte er missmutig hinter Jovan her, die Hand aus alter nicht abzulegender Gewohnheit immer in N\u00e4her seiner Waffen.<br \/>\nUm einiges lieber h\u00e4tte er den Weg durch die Berge ohne Begleitung zur\u00fcckgelegt. Vor allem ohne diese Begleitung. Des Alten Blick war zielstrebig zu dem Ort gewandert, wo Lorron und er sich verborgen hatten. &#8218;Er kann uns nicht gesehen haben, verdammt nochmal.&#8216;<br \/>\nDaro hatte kurz Geols Miene gesehen, als dieser sie heranwinkte, und wollte gar nicht genauer wissen, was dieser von ihnen dachte. Nach all den Fehlschl\u00e4gen, seit sie dieses vermaledeite Land betreten hatten.<br \/>\nDieser vermaledeite Falke! Er hatte Jovans leuchtende Augen gesehen und wie der Alte mit dem Falken umgegangen war. Er kannte seinen Bruder zu gut, um nicht zu wissen, dass diesem unz\u00e4hlige Fragen an den Alten auf der Zunge lagen, die rein gar nichts mit ihrem Weg zu tun hatten.<\/p>\n<p>Jovan folgte Geol und dem Alten, als sie einem Ziegenpfad immer h\u00f6her hinauf folgten. Bald kreuzten weitere kleinere Pfade den ihren, und einige der anderen Krieger bogen dort ab, wortlos, als folgten sie einem Plan. Urvun beachtete sie nicht weiter. Mit ausholenden Schritten f\u00fchrte er die Gruppe weiter&#8230;.<\/p>\n<p>Ein kleines Tal tat sich vor ihnen auf, mit einem kleinen Teich und einem Wasserlauf, der von den Klippen hinab st\u00fcrzte in diesen. Der Rand um den Teich war zu schmal, um darauf zu gehen und so traten sie nach kurzem Z\u00f6gern ins kalte Wasser, als der Alte sie unbeirrt zum Wasserfall f\u00fchrte.\u00a0 Urvun trat in den Wasserfall und verschwand in dem rei\u00dfenden Wasservorhang.<\/p>\n<p>Jovan starrte fassungslos hinter ihm her. Frostschimmer hatte sich erneut auf Urvuns dargebotenen Arm gesetzt und zugelassen, von ihm ins Wasser getragen zu werden&#8230;<\/p>\n<p>Geol sah sich um und nickte anerkennend. Dies war definitiv ein gut gew\u00e4hltes Versteck. Und was das Beste war: gegen ihn w\u00fcrde es dieser Clan nie wieder benutzen k\u00f6nnen.<br \/>\nEr folgte Urvun.<br \/>\nLorron hingegen sah das Wasser mi\u00dfmutig an. Eiskalt war es, jetzt, zu Beginn des Winters, und er hatte gerade erst die Erk\u00e4ltung \u00fcberwunden, die er sich in der regendurchpeitschten Nacht, in der sie Narma getroffen hatten, eingefangen hatte. Springer stupste ihn an. &#8218;Ich gehe ja schon&#8216;, dachte er.<\/p>\n<p>Fluchend \u00fcber seine nassen F\u00fc\u00dfe starrte Daro anklagend auf den Wasserfall. &#8222;Na toll&#8230;! Genau das, was uns noch gefehlt hat&#8230;&#8220;, murmelte er durchaus h\u00f6rbar. Jovan drehte sich zu ihm um und zuckte mit den Schultern. Es war deutlich, wie begierig er darauf war, dem Alten zu folgen.<\/p>\n<p>Einzelne der Krieger waren bereits durch den Wasserfall gegangen, doch die letzten verharrten noch bei den Fremden drau\u00dfen. Comlen gefiel es nicht, dass sie diese zu ihrem Unterschlupf gef\u00fchrt hatten. Doch den Pfad h\u00e4tte niemand mit einer Augenbinde und gef\u00fchrt \u00fcberwinden k\u00f6nnen und um auf den Pferden zu reiten, war er zu schlecht. Er gab Befehle, und die, die sich der Spuren annehmen und danach die erste Wache \u00fcbernehmen w\u00fcrden, machten sich davon. Er seufzte innerlich. Sie waren viel zu wenige. Und der letzte Kampf hatte weitere Opfer gefordert. Die Anwesenheit des Sp\u00fcrhundes und seines Berserker-Sohnes war das Letzte, was sie gebraucht hatten. Doch vertraute er seinem Vater.<br \/>\nAls die Fremden vor dem Wasserfall z\u00f6gerten, gab er ihnen das Zeichen, sich zu beeilen. Sie waren schon viel zu lange offen unterwegs gewesen.<\/p>\n<p>Geol zwinkerte mehrmals und wartete, da\u00df sich seine Augen nach der D\u00fcsternis unter dem Fall an das Umgebungslicht gew\u00f6hnten. Neugierig sah er sich um.<\/p>\n<p>Hinter dem Wasserfall f\u00fchrte ein schmaler Gang, gerade hoch und breit genug, um ein Pferd hindurch zu f\u00fchren, weiter in den Berg hinein. Urvun hielt eine kleine Lampe in der Hand, den Falken, obwohl der unruhig den Kopf drehte, noch immer auf dem Arm.<br \/>\nDer Alte hatte andere seiner Gruppe voran gehen lassen, deren Laterne man weiter hinten im Gang verschwinden sah.\u00a0 Er selbst wartete, bis Geol und die anderen nacheinander eintraten. Dann ging er die Laterne hochhaltend den Gang weiter.<\/p>\n<p>War die Decke des Ganges zuerst niedrig gewesen, verschwand sie nach ein paar Meter in der Dunkelheit nach oben. Auch wurde deutlich, dass ab dort in etwas \u00fcber Mannsh\u00f6he ein paralleler Weg zu laufen schien, auf dem Wachen hockten, die nur undeutlich im flackernden Licht der Laterne auszumachen waren.<\/p>\n<p>Der Alte hielt nicht inne, ehe er nicht eine gr\u00f6\u00dfere H\u00f6hle erreicht hatte. Ein kleinerer Teich als in dem Tal vor dem Wasserfall wurde durch einen kleineren Zulauf gespeist, der munter \u00fcber die Felsen herabsprang. An verschiedenen Stellen drang schwaches Tageslicht durch schmale Spalten im Fels herab. Ein sanftes gr\u00fcnliches Licht schimmerte \u00fcber dem Wasser.<\/p>\n<p>Rund um den Teich standen mehrere kleine Zelte und Unterst\u00e4nde, zwischen denen Gr\u00fcppchen von Leute lagerten. Eine bedr\u00fcckende Stille lag \u00fcber diesem Ort.<\/p>\n<p>Geol blieb stehen und blickte sich stumm um. Ein sch\u00f6ner Ort, wenn auch dunkel und verwunschen, der auf ihn wirkte, wie ein Platz am Fenster seines Hauses, wenn im R\u00fccken der Kamin w\u00e4rmte und drau\u00dfen Schneegest\u00f6ber herrschte. Ein Ort, der Sicherheit ausstrahlte f\u00fcr die, die hier Schutz gesucht hatten. Er sah sie vor ihren Zelten, nicht nur Krieger, nein, eben Leute des Clans: Frauen, Alte, Kinder. Und viele von ihnen trugen Verb\u00e4nde. Sein Herz wurde schwer. Er hatte es schon immer nur schwer ertragen k\u00f6nnen, wenn der Kampf bis an die Wehrlosen herangereicht hatte und die Zeit mit Almere hatte diese Seite an ihm nur verst\u00e4rkt. Er blickte hoch, als Lorron zu ihm aufschlo\u00df und neben ihm hielt. Dessen Augen waren leicht zusammengekniffen, ebenso, wie sein Mund. &#8218;Er denkt dasselbe&#8216;, dachte Geol. &#8218;Diese armen Leute haben sich so weit zur\u00fcckgezogen, wie sie nur vermochten, und ihre M\u00e4nner halten den schmalen Zugang. Dies k\u00f6nnte eine b\u00f6se Falle sein, aber nicht einmal Lorron glaubt es mehr. Diese hier haben alles verloren&#8230; aber immerhin nicht ihren geistigen F\u00fchrer.&#8216;<br \/>\nEr schaute zu Urvun. &#8222;Wo k\u00f6nnen wir die Pferde lassen?&#8220;<\/p>\n<p>Urvun drehte sich zu ihm um und deutete auf den hinteren Teil der H\u00f6hle. &#8222;Ihr k\u00f6nnt sie dort hinten bei unseren Tieren unterbringen.&#8220; Die Stimme des Alten hallte leicht in der H\u00f6hle wider, obwohl er leise gesprochen hatte. Ruhigen Schrittes ging er voran, den wei\u00dfen Falken noch immer auf dem Arm.<br \/>\nDie Leute hoben den Blick, als er vorbei ging. Hier und da zeigte ein Kinderarm auf den Falken und es erhoben sich leise hoffnungsvolle Stimmen, w\u00e4hrend vor allem Lorrons gro\u00dfe Gestalt eher angstvolle und besorgte Blicke auf sich zog.<\/p>\n<p>Urvun hielt vor dem Felsen an, \u00fcber den der kleine Wasserlauf in den Teich st\u00fcrzte und lie\u00df den Falken aufsteigen und sich einen Platz auf einem trockenen Felsen suchen.<\/p>\n<p>&#8222;Der Geist des Falken ist noch immer bei uns.&#8220; Er hatte seine Stimme nicht erhoben, doch wandten sich ihm und dem wei\u00dfen Falken alle Blicke zu. Die der Krieger, die mit ihnen zur\u00fcckgekehrt waren ebenso wie die derjenigen, die im Versteck zur\u00fcckgeblieben waren.<br \/>\n&#8222;Diese M\u00e4nner hier kommen nicht als unsere Feinde. Auch die Ihren leiden unter den L\u00fcgen des Zauberers. Auch dort stellt sich Bruder gegen Bruder und Sohn gegen Vater.&#8220;<\/p>\n<p>Die Blicke der Anwesenden gingen zu den Fremden, und leises Gemurmel erhob sich.<\/p>\n<p>Einschub &#8211; Urvun und Co gehen weiter, Rest Gespr\u00e4ch unter ihnen:<\/p>\n<p>Urvun schwieg kurz und sah zu Geol. &#8222;Alleine wird jeder von uns untergehen.&#8220;<br \/>\nGeol sch\u00fcttelte den Kopf. &#8222;Ich mag vom Untergehen nicht reden und kann mir nicht vorstellen, da\u00df es bereits soweit ist. Jedoch wei\u00df ich immer noch nicht, was hier vorgefallen ist. Sagt, ob wir euch unterst\u00fctzen k\u00f6nnen. Aber lange bleiben k\u00f6nnen wir nicht, denn wir m\u00fcssen Warnung zu unseren Leuten tragen.&#8220;<\/p>\n<p>Urvuns Blick lag kurz auf Geol bevor er ihn in die gr\u00fcnlichen Wasser des Teiches hinab senkte. &#8222;Seit langem zieht Isengard seine Kr\u00e4fte zusammen, doch es wird nicht mehr lange dauern, bevor mehr als nur einzelne Orkbanden sich wie eine gro\u00dfe Welle \u00fcber die Furten ergie\u00dfen. Viele der Clans folgen jetzt dem Ruf des Zauberers. Viele, die sich ihm entgegenstellten, wurden vernichtet.\u00a0 &#8211; Hier seht ihr, was vom Falkenclan \u00fcbrig ist. Allen gro\u00dfen Worten zum Trotz ist auch Lheu Brenin zuletzt den leeren Versprechungen verfallen. Er irrt, wenn er sagt, er spricht f\u00fcr die Falken, denn sowohl er als auch die, die ihm folgen, haben ihr stolzes Federkleid abgeworfen, um etwas Anderes zu werden. Er hat vergessen, dass ein Falke keinen Herrn kennt.&#8220;<\/p>\n<p>Urvuns Blick ging kurz zu Jovan hin\u00fcber, welcher das Geschehen beobachtete.<\/p>\n<p>&#8222;Wir schickten Warnung zu eurem Prinzen an die Furten. Denn mit dem Zauberer wird nicht der Sieg der Unseren kommen, den sich viele erhoffen. Die Dunkelheit breitet sich aus. Die Welt, wie wir sie kennen, steht vor dem Abgrund.&#8220;<br \/>\n&#8222;Zu unserem Prinzen? Damit nehmt ihr unserer Warnung die Dringlichkeit, aber&#8230; wie habt ihr ihn erreicht?&#8220; Geol&#8217;s Erstaunen dar\u00fcber lie\u00df ihn diese Frage vor allen anderen stellen. Da\u00df sich ein Heer bereitmachte, hatte er geahnt, seit sie die Holz f\u00e4llenden Orks gesehen hatten. &#8222;Was ist mit den Minen bei Holzm\u00fchle? Wisst ihr, ob der Ort bereits an den Zauberer gefallen ist?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Euer Prinz kam mit euren Leuten, um die Furten zu verst\u00e4rken. Wir trafen seine Kundschafter und sp\u00e4ter auch ihn. Ein interessanter Mann.&#8220;<br \/>\nGeol schnaufte. &#8222;Das ist er in der Tat. Ihr erstaunt mich, Urvun. So habt ihr also mit Theodred so gesprochen, wie zu mir? Ihm klar gemacht, gegen was er steht? Und er hat euch geglaubt? Dann, um ehrlich zu sein, erstaunt er mich noch mehr als ihr, denn ich habe bereits Erfahrung damit gemacht, dass so Einiges, was mir einstmals unheimlich war, eine Erkl\u00e4rung hat, mit der ich leben kann. Ich habe mich auch bereits auf andere V\u00f6lker als das der Rohirrim verlassen m\u00fcssen und mich mit ihnen gegen das Dunkel gestellt, von dem ich l\u00e4ngst gesehen habe, da\u00df es kommt, obwohl ich weit im Norden war. All dies hat der Prinz weder gesehen noch geh\u00f6rt. Seid ihr sicher, da\u00df er erahnen kann, was sich da gegen uns stellt? Ich sehe, was der Zauberer hier zusammenbraut, aber was ich im Norden sah scheint mir noch weitaus d\u00fcsterer als er, selbst wenn er mit seinen leeren Versprechungen ein gro\u00dfes Heer aufgestellt hat. Urvun, ich sah Dinge gehen, und gro\u00dfe Furcht verbreiten, die nicht mehr am Leben h\u00e4tten sein sollen. Ist so etwas hier auch geschehen?&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Oft h\u00e4lt sich jemand f\u00fcr einen unersch\u00fctterlichen Felsen und ist doch nicht mehr als ein kleiner Stein in einem Gebirge. Doch auch ein kleiner Stein vermag eine Lawine auszul\u00f6sen, die um so vieles mehr unter sich begr\u00e4bt als der kleine Stein.&#8220;<\/p>\n<p>Urvun sah zu Geol. &#8222;Ich sprach mehrere Male mit eurem Prinzen. Ich hoffe, er hat verstanden, dass er gegen mehr als nur viele Orks steht. Die Toten sind unruhig in diesen Tagen. Sie h\u00f6ren den Ruf der Schatten, die auf dunklen Schwingen vom Osten kommen.&#8220;<\/p>\n<p>&#8222;Auch vom Norden her hat sich etwas aufgemacht, und niemand dort hat die Macht, es aufzuhalten. Dinge, die auch in alten Geschichten nicht mehr als eine b\u00f6se Erinnerung waren aber schlie\u00dflich ganze D\u00f6rfer ausl\u00f6schten. All dies zusammen&#8230; ich kann es nur wiederholen: sagt, was wir wenigen tun k\u00f6nnen, um euch zu helfen. Aber ich m\u00f6chte dennoch danach zu meinem Prinzen und ich m\u00f6chte dennoch sehen, wie es um jeglichen Ort mit Minen steht, der in des Zauberers Reichweite ist.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>in den Bergen \u00fcber Tal Methredas \/ Isengard geheime Gebirgspfade, die den Falken bekannt sind Bragren und Narma haben die Gruppe um Geol bereits verlassen und sind nach Dunland \/ Enedwaith zur\u00fcck um Ilamars Gruppe zu treffen und zu f\u00fchren Jovans Falke war schon gen Ilamar weg und wird zur\u00fcckerwartet Hin und wieder sieht die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/?page_id=4808\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Im Lager der Falken (kurze Zeit nach dem Verrat)<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":4604,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-4808","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4808","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4808"}],"version-history":[{"count":32,"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4808\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4842,"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4808\/revisions\/4842"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4604"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4808"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}