{"id":4564,"date":"2016-06-15T17:37:23","date_gmt":"2016-06-15T15:37:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/?page_id=4564"},"modified":"2016-06-18T10:41:41","modified_gmt":"2016-06-18T08:41:41","slug":"reise-gen-rohan-ausschnitte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/?page_id=4564","title":{"rendered":"Gefangene in Mine"},"content":{"rendered":"<p>Er blickte auf den Mann, der vor ihm zusammengesunken an der rauhen, steinigen Wand lehnte, aber er sah ihn nicht wirklich. &#8218;Deine Tochter<br \/>\nist nicht hier&#8216;, dachte er und sah sich in Gedanken im zerst\u00f6rten Dorf um. &#8218;Und dort habe ich sie auch nicht gesehen. Sie k\u00f6nnte entkommen<br \/>\nsein. Sie k\u00f6nnte leben.&#8216; Er seufzte. &#8218;Und wir leben auch noch ein wenig. Sonst h\u00e4tte man uns nicht hergebracht, um hier zu arbeiten. Wir<br \/>\nleben.&#8216; Rulavan ballte eine Faust. &#8218;Wir leben. Und solange das so ist, werde ich nicht aufgeben. Keinen von uns.&#8216; Energisch nickte er, wie um<br \/>\nsich seinen Entschlu\u00df selbst zu best\u00e4tigen. Seine Gedanken kehrten zu Hararth zur\u00fcck und er betrachtete den Verband, den er ihm vorhin<br \/>\nnotd\u00fcrftig angelegt hatte. Er war nicht wieder durchgeblutet, das war beruhigend. &#8218;Du hast mit uns gek\u00e4mpft&#8216;, dachte er. &#8218; Du hast ein Dorf<br \/>\nverteidigt, das dich Feind nennt. Und du hast an meiner Seite gestanden, als Tjoren zusammengebrochen ist. Und dennoch bist du nicht<br \/>\neinmal bei uns sicher.&#8216; Das Schimpfen der anderen Gefangenen und ihre Fl\u00fcche auf die Orks im Allgemeinen und die Dunl\u00e4nder im Speziellen<br \/>\ndrang von \u00fcberall her aus ihrer vergitterten Zelle zu ihm. Rulavan unterdr\u00fcckte Tr\u00e4nen der Wut. &#8218;Sie wissen es nicht besser. Aber sobald<br \/>\nsie merken, woher du kommst, sobald du aufwachst und sprichst, haben wir hier ein Problem. Dabei brauchen wir doch alle einen klaren Kopf.<br \/>\nWir brauchen einen Plan. Wir m\u00fcssen hier raus.&#8216;<\/p>\n<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;.<\/p>\n<p>Jestim erschrak so heftig, dass er sich auf die Zunge bi\u00df. Ein Schwert auf seiner Schulter. Er hatte den Mann nicht kommen h\u00f6ren, so sehr war<br \/>\ner darauf konzentriert gewesen, was in dem Lager im Tal unter ihm vor sich ging. Was waren das f\u00fcr Leute, die sich dort aufhielten und<br \/>\noffensichtlich auch nicht gesehen werden wollten? Freund oder Feind? Geh\u00f6rte dieser Mann zu ihnen oder zu denen in der Mine weiter vorn?<br \/>\n&#8220;Waffe weg,&#8220; sagte eine dunkle Stimme leise und bestimmt. Das Eisen der Klinge lag schwer und kalt gegen seinen Hals. Er gehorchte. &#8220;Ich<br \/>\nkenne dich&#8220;, sagte der Mann, w\u00e4hrend er Jestims Bogen mit dem Fu\u00df wegstie\u00df. &#8220;Du warst einer der Boten, die Nachrichten in unser Lager<br \/>\ngebracht haben. Du bist Jestim Dal.&#8220; Er spuckte den Namen fast aus. Jestim entging das nicht. &#8220;Ich wei\u00df nicht, was du gegen mich hast&#8220;, erwiderte er, nun sicher, einen Rohirrim hinter sich zu haben. &#8220;Vielleicht fragst du dich, was ich hier mache und warum ich, naja&#8230; mit einem<br \/>\nBogen im Anschlag dein Lager beobachtet habe&#8230;&#8220; Das w\u00fctende Schauben hinter ihm lie\u00df ihn vorsichtiger weitersprechen. &#8220;Ich wu\u00dfte doch<br \/>\nnicht, wer dort gekommen ist. Ich dachte erst, es w\u00e4ren weitere Verb\u00fcndete der Halborks. Bitte, nimm das Schwert fort, wir haben,<br \/>\ndenke ich, das gleiche Problem. Ihr seid sicher wegen der Eisenmine hier, in die sie Gefangene verschleppt haben. Meine Leute sind auch<br \/>\ndort drinnen, wir k\u00f6nnten einander helfen&#8230;.&#8220; Er brach ab, als er das Schwert seine Haut ritzen f\u00fchlte. &#8220;Wer sind deine Leute, sag?&#8220;<br \/>\nfragte die Stimme, die jetzt sehr kalt klang. &#8220;Wer sind deine Leute, nachdem du Aenwulf verraten hast?&#8220; Jestim gab sich M\u00fche, sein Zittern<br \/>\nzu unterdr\u00fccken, als er diesen Namen h\u00f6rte, aber es gelang ihm nicht ganz, zumal der andere jetzt nicht mehr leise sondern deutlich w\u00fctend<br \/>\nsprach. &#8220;Wei\u00dft du was ich glaube? Ich glaube, deine Leute haben da drinnen das Sagen, und wenn wir dumm genug sind, dir zu vertrauen und dir zu folgen, dann geht es uns wie Aenwulf, geht es uns wie dem ganzen Dorf, das deiner Falschheit zum Opfer gefallen ist. Pech f\u00fcr dich, das du grad an mich geraten bist, da wird nichts aus dem sch\u00f6nen Plan. &#8220;<br \/>\n&#8220;Du t\u00e4uschst dich,&#8220; brachte Jestim schlie\u00dflich voller Entsetzen heraus. &#8220;Ich bin nicht&#8230;&#8220; weiter kam er nicht. Er bekam einen Sto\u00df in den R\u00fccken, der ihn unsanft zu Boden bef\u00f6rderte und v\u00f6llig benommen machte. Als er wieder klar denken konnte waren seine H\u00e4nde bereits gebunden und der andere ri\u00df ihn mit einer Leichtigkeit hoch, dass es Jestim \u00fcbel wurde.<br \/>\nDas war kein Mann, das war ein Fels von \u00fcber zwei Metern. Da war kein Entkommen. Er wu\u00dfte, alles hing jetzt f\u00fcr ihn und die anderen davon<br \/>\nab, geschickt zu reden. Aber sein Mund war voller Blut von der zerbissenen Zunge. Und das Klappern, das er h\u00f6rte, waren seine Z\u00e4hne.<br \/>\nRulavan h\u00e4tte sicher gewusst, wie man mit diesem Kerl reden mu\u00dfte, doch Rulavan war nicht da.<br \/>\nSie erreichten das Lager nach kurzer Zeit. Die M\u00e4nner dort sahen neugierig auf. &#8220;Hey, Daro!&#8220; begr\u00fc\u00dfte der H\u00fchne einen von ihnen und<br \/>\nschob ihm seinen Gefangenen hin. &#8220;Schau mal, was mit seinem Bogen da oben in den B\u00fcschen gelegen und auf uns gezielt hat. Kein fetter Ork,<br \/>\nnein. Das ist der Kerl, der deinen Schwager verarscht hat. Interessant, wo der wieder auftaucht, nicht wahr?&#8220;<br \/>\nDer Angesprochene sah nicht minder gef\u00e4hrlich aus als der Fels, der ihn in H\u00e4nden hielt, und der finstere Blick, den er aus seinem einen Auge auf ihn richtete, drang Jestim bis ins Mark. Hier w\u00fcrde er kein Geh\u00f6r finden. Bei\u00dfend und tretend wand er sich, obwohl er wu\u00dfte, da\u00df das fruchtlos sein mu\u00dfte, aber er war zu panisch, um ruhig abzuwarten. Aenwulfs Schwager, als h\u00e4tte er nicht schon Pech genug gehabt, mu\u00dfte es noch immer schlimmer kommen?<br \/>\nDer H\u00fchne lie\u00df sich nicht irre machen. Schnell legte er Jestim einen Unterarm um den Hals, dr\u00fcckte zu, hob ihn leicht vom Boden an und lie\u00df ihn die F\u00fc\u00dfe erst wieder aufsetzen, als er schon fast die Besinnung verloren hatte.<br \/>\nWie durch einen dunklen Nebel sah er Aenwulfs Schwager aufstehen und n\u00e4herkommen und h\u00f6rte wie von weit weg des Gro\u00dfen kalte Stimme: &#8220;Das k\u00f6nnen wir jetzt solange wiederholen, bis du uns sagst, was du wirklich \u00fcber die Mine wei\u00dft.&#8220;<\/p>\n<p>&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;..<\/p>\n<p>Sie wurde unruhig. Selbst Malarin war schon zur\u00fcck. Wo blieb Jestim? Es wurde schon dunkel, er h\u00e4tte vor Stunden zur\u00fcck sein m\u00fcssen. War<br \/>\nihm etwas zugesto\u00dfen, als er seine Seite des Tals untersucht hatte? Sie w\u00e4re nicht Hararths Tochter, wenn sie so etwas unerforscht<br \/>\ngelassen h\u00e4tte. Sie bedeutete Malarin knapp, sich bei ihren Sachen im Versteck zu halten, und glitt in die D\u00e4mmerung hinaus, den Bergr\u00fccken<br \/>\nentlang, auf die Seite hin\u00fcber, von der aus man in das kleine Tal blicken konnte, das zur Mine f\u00fchrte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Er blickte auf den Mann, der vor ihm zusammengesunken an der rauhen, steinigen Wand lehnte, aber er sah ihn nicht wirklich. &#8218;Deine Tochter ist nicht hier&#8216;, dachte er und sah sich in Gedanken im zerst\u00f6rten Dorf um. &#8218;Und dort habe ich sie auch nicht gesehen. Sie k\u00f6nnte entkommen sein. Sie k\u00f6nnte leben.&#8216; Er seufzte. &#8218;Und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/?page_id=4564\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Gefangene in Mine<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":0,"parent":4604,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-4564","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4564","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4564"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4564\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4603,"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4564\/revisions\/4603"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4604"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4564"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}