{"id":2804,"date":"2015-07-01T19:50:37","date_gmt":"2015-07-01T17:50:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/?page_id=2804"},"modified":"2015-07-01T22:35:56","modified_gmt":"2015-07-01T20:35:56","slug":"seltsame-wege","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/?page_id=2804","title":{"rendered":"Seltsame Wege&#8230;"},"content":{"rendered":"<h6><em>Tython, Jahre nach der Pl\u00fcnderung von Coruscant und dem R\u00fcckzug der Jedi dorthin<\/em><\/h6>\n<h3>Aussichten&#8230;<\/h3>\n<h6><em>Wartungsdeck, Bucht #X28, Korvette &#8222;Vrook Lamar&#8220;<\/em><\/h6>\n<p>Der Personal-Eintrag zur Versetzung eines zus\u00e4tzlichen Technikers zur Wartungcrew der &#8222;Vrook Lamar&#8220; enth\u00e4lt nur wenig an Informationen:<\/p>\n<p><em>Name: Ned Aenarros<\/em><br \/>\n<em>Rasse: Mensch<\/em><br \/>\n<em>Herkunft: Berchest (Innerer Rand)<\/em><br \/>\n<em>Alter: 36<\/em><br \/>\n<em>Stellung: Techniker Wartungsteam Korvette &#8222;Vrook Lamar&#8220;<\/em><br \/>\n<em>F\u00e4higkeiten: Spezialist f\u00fcr innere Systeme, Schilde, Antrieb<\/em><br \/>\n<em>Letzter Einsatz: Wartungsteam Frachter &#8222;Dorrel&#8220; ~ Arbeiten abgeschlossen,<\/em><br \/>\n<em>Startfreigabe erfolgt<\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em># Beginn der Aufzeichnungen T-86<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em>* Arbeiten am Frachter termingerecht abgeschlossen<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"><em>* neue Zuweisung erhalten: Wartungsteam corell. Korvette Erkundungskorps 12 &#8211; &#8222;VOSS&#8220;<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"><em>* Zust\u00e4ndiger Chefingenieur: T\u00e2rpes<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"><em>* MOZ: 09:00, Wartungsdeck, Bucht #X28<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"><em>* \u00dcbermittlung der aktuellen Instandsetzungslog abgeschlossen:<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"><em>&#8211; Leistungseinbruch der Deflektorschilde weiterhin unter Last<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"><em>&#8211; Hyperraumantrieb weist noch Unregelm\u00e4\u00dfigkeiten auf<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"><em>* Festgesetzter Termin Abschluss Wartungs- und Reparaturarbeiten: T-70<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em># Schliesse heutige Eintragungen im Logbuch<\/em><\/span><\/p>\n<p>Aeden kratzte sich nachdenklich \u00fcber den Dreitagebart, w\u00e4hrend er die Eintragung auf seinem Datapad \u00fcberflog, gedankenverloren die nun leere Bucht des Frachters hinter sich lassend, und zur Bucht der Korvette schlenderte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Ich h\u00e4tte nie gedacht, dass ich dem Sch\u00e4tzchen mal hintersehen muss, wenn es abfliegt&#8230;ohne mich&#8230; h\u00e4tte auch nicht gedacht, es jemals in fast einem St\u00fcck wieder zu sehen.&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Er schob sein pers\u00f6nliches in die Tasche am G\u00fcrtel und zog das andere Datapad hervor, um sich dem Instandsetzungslog zuzuwenden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;T\u00e2rpes! Schon wieder!&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Er hatte sich gefreut, dass der Kerl vorzeitig vom Frachter abberufen worden war. Und nun das! Wenn er es nicht besser w\u00fcsste, h\u00e4tte er vermutet, dass der Chefingenieur ihn absichtlich wieder in sein Team berufen hatte. Aber ihre Abneigung beruhte auf Gegenseitigkeit seit dem ersten Zusammentreffen und so war dieser Fall ausgeschlossen.<br \/>\nZumindest klang es so, als g\u00e4be es wirklich noch etwas Interessantes zu tun an der Korvette. Das half, sich abzulenken, nicht st\u00e4ndig dar\u00fcber nachzudenken, was er eigentlich noch immer hier machte&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Zumindest so lange, bis man dann vor so einem Schiff steht&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Er blieb einen Moment stehen und lie\u00df den Blick \u00fcber die Struktur des Schiffes vor sich gleiten. Auch wenn er die letzte Begegnung mit einem von ihnen in wenig guter Erinnerung hatte, freute er sich bereits darauf, dieses hier in Ruhe auf Herz und Nieren begutachten zu k\u00f6nnen. Und mehr als das&#8230;<br \/>\nEr zog anerkennend die Augenbrauen hoch bei der Diplomatenkennung. Das k\u00f6nnte einen Bonus wert sein. Es g\u00e4be bestimmt einige, die f\u00fcr ein derartiges Schiff gut zahlen w\u00fcrden, ein paar kleine, aber entscheidende \u00c4nderungen vorausgesetzt&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">&#8222;Aenarros &#8211; warten auf extra Ladung &#8211; bewegen deine d\u00fcrren Extremit\u00e4ten hier &#8211; zur Stelle&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Das Gepl\u00e4rre aus dem Translator des Chefingenieurs war wie gewohnt verzerrt und ohne Betonungen, ob es eine Frage oder ein Befehl sein sollte.<br \/>\nZu gerne h\u00e4tte Aeden nur f\u00fcr einen kurzen Moment Zugang zu dem Teil gehabt, um es ein bisschen zu &#8218;verbessern&#8217;&#8230;<br \/>\nStattdessen verbiss er sich einen Kommentar und verdrehte nur die Augen im Versuch, ruhig zu bleiben. T\u00e2rpes konnte ihm m\u00e4chtig \u00c4rger machen, wenn er wollte &#8211; und leider w\u00fcrde es ihm sogar richtig Freude bereiten, es auch zu tun.<br \/>\nUnd er hatte wirklich gute Ohren&#8230; nebst seinem Translator&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Wer ist nur auf die Idee gekommen, das Ding mit \u00dcbersetzungen von Beleidigungen zu f\u00fcttern&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>F\u00fcr einen Augenblick \u00fcberlegte Aeden, den gem\u00fctlichen Rundgang ums Schiff erst noch zu beenden. Aber der Blick des ungehalten gestikulierenden Debraiianers, dessen einer Kopf anklagend in seine Richtung stierte, w\u00e4hrend der andere sich weiter ununterbrochen im Gespr\u00e4ch mit einer kleinen Gruppe anderer Leute befand, verhie\u00df nichts Gutes.<\/p>\n<p>Innerlich seufzend zwang sich Aeden eine unverbindliche Miene auf und wanderte &#8211; keinen Schritt schneller als zuvor &#8211; hin\u00fcber.<br \/>\nWahrscheinlich stand eine der ber\u00fcchtigten Einweisungen bevor, die alle Teilnehmer des Wartungsteams regelm\u00e4\u00dfig im Anschluss zum R\u00e4tseln brachten, was der Chefingenieur ihnen eigentlich hatte sagen wollen.<br \/>\nBeim \u00dcbersetzen aus der komplizierten Sprache des Debraiianers versagte der Translator leider ziemlich&#8230;<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em># Fortsetzung der Aufzeichnungen T-86 (sp\u00e4tabends)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em>* &#8218;Einweisung&#8216; \u00e0 la T\u00e2rpes erhalten ~ pers\u00f6nlicher Kommentar: &#8218;&#8230;&#8216;<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"><em>* habe mich erdreistet, zus\u00e4tzliche Tests zur Eingrenzung des Problems bei den Schilden vorzuschlagen ~ pers\u00f6nlicher Kommentar: &#8218;Ich Idiot&#8216;<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em># Schliesse heutige Eintragungen im Logbuch<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Heute hat er sich \u00fcbertroffen, mir schwirrt noch immer der Kopf und ich habe nicht den blassesten Schimmer, von was er eigentlich geschwafelt hat&#8230;<\/span>&#8218;<\/p>\n<p>Aeden hockte vor der Konsole, massierte sich m\u00fcde die Schl\u00e4fen und g\u00e4hnte herzhaft, w\u00e4hrend er die durchlaufenden Messergebnisse hin und wieder mit einem Blick bedachte und ansonsten ein altes Wartungslog nach dem anderen aufrief.<br \/>\nNein, T\u00e2rpes hatte nichts vergessen&#8230; Leider war der Kerl kein schlechter Ingenieur.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;K\u00f6nnte mich ohrfeigen, wieviel von diesen Logs hat das Ding denn&#8230; wie alt&#8230;<\/span>&#8218;<\/p>\n<p>Er warf einen Blick auf das Datum der Eintragung, rief die Liste im Archiv ab und st\u00f6hnte vernehmlich.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Stell&#8216; Dich nicht so an, sind doch nur noch&#8230; ach vergiss es&#8230; Ohne Schilde ist die Lady nur halb so viel wert. Halt Dir das vor Augen&#8230;<\/span>&#8218;<\/p>\n<p>Es half nichts. Seine Aufmerksamkeit war dahin.<br \/>\nEr wandte den Blick vom Display ab und streckte sich. Au\u00dferhalb und auch innerhalb des Schiffes war es ruhiger geworden.<br \/>\nNur an wenigen Schiffen wurde rund um die Uhr gearbeitet. F\u00fcr Notf\u00e4lle gab es ein Team, das vermutlich gerade irgendwo im Aufenthaltsraum abhing und versuchte, die Zeit totzuschlagen. Hin und wieder hatte er sich auch, ohne selbst Dienst zu haben, zu ihnen gesellt. Aber heute war ihm nicht danach.<\/p>\n<p>Hatte T\u00e2rpes nicht was davon gesagt, dass die Crew des Schiffes teilweise bereits an Bord w\u00e4re? Welche vom Jedi-Orden&#8230; und irgendwelche Soldaten.<\/p>\n<p>Wunderbar, was will man mehr&#8230; Da f\u00fchlt man sich doch gleich ganz&#8230; anders&#8230;<\/p>\n<p>F\u00fcr Dinge, die man nicht h\u00f6ren wollte, hatte der Kerl wirklich einen siebten Sinn.<\/p>\n<p>Eine Sache allerdings hatte Aedens Interesse erweckt. &#8218;Erkundungskorps 12 VOSS&#8216;. Voss klang viel besser in seinen Ohren.<br \/>\nEr sicherte den Stand seiner \u00dcberpr\u00fcfung, stellte fest, dass der Testlauf noch ein Weilchen brauchen w\u00fcrde, und machte sich daran, seinem Datapad Informationen zu Voss zu entlocken&#8230;<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><em><span style=\"color: #666699;\"># Fortsetzung der Aufzeichnungen T-85 (abends)<\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #666699;\">* Ursache f\u00fcr die Energieschwankungen beim Stromgenerator gefunden: ein Haufen umgeleiteter Systeme und eine defekte Energiekupplung an unerwarteter Stelle<\/span><\/em><br \/>\n<em><span style=\"color: #666699;\">~ pers\u00f6nlicher Kommentar: &#8218;Wer auch immer das gemacht hat, hat ganze Arbeit geleistet, um die Schilde im Notfall aufrecht zu halten und zu verst\u00e4rken. Leider hat wohl keiner dran gedacht, es entsprechend zu warten oder auch irgendwann wieder zur\u00fcckzunehmen. W\u00fcrde mich interessieren, ob derjenige es vielleicht am Ende doch nicht \u00fcberlebt hat?<\/span><\/em><br \/>\n<em><span style=\"color: #666699;\">Wenn man wei\u00df, wonach man sucht, kann man es in den Wartungslogs erkennen, aber solange die Leistung in den Standardtests stimmt, sucht man nat\u00fcrlich nicht. Sch\u00e4tze, die Lady hier hat schon l\u00e4nger keinen Komplettcheck mehr gehabt.<\/span><\/em><br \/>\n<em><span style=\"color: #666699;\">Wird ein sch\u00f6nes St\u00fcckchen Arbeit, alles wieder zu ordnen. Vor allem, wenn man sich \u00fcber jeden Handschlag mit T\u00e2rpes auseinandersetzen darf.&#8216;<\/span><\/em><br \/>\n<em><span style=\"color: #666699;\">* habe dem &#8218;Meister&#8216; die freudige Botschaft \u00fcberbracht, dass die Kupplung komplett ausgetauscht werden muss oder er kann sich von ein paar anderen Systemen verabschieden, wenn noch eine Energiespitze durchjagt<\/span><\/em><br \/>\n<em><span style=\"color: #666699;\">~ pers\u00f6nlicher Kommentar: &#8218;Endlich hat mal etwas beiden K\u00f6pfen die Sprache verschlagen&#8230; Mal sehen, ob er wieder so komische T\u00f6ne von sich gibt, wenn er h\u00f6rt, dass das Lager momentan wirklich kein entsprechendes Ersatzteil enth\u00e4lt&#8230;&#8216;<\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"color: #666699;\"># Schliesse heutige Eintragungen im Logbuch<\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Mein typisches Gl\u00fcck, momentan k\u00f6nnte man hier wohl ein Verm\u00f6gen mit dem Handel mit Schiffsteilen machen&#8230; und das auch noch legal&#8230; ok,&#8230; fast legal&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Aeden hockte auf einem der Container im Frachtraum der Korvette, den R\u00fccken gegen die Bordwand gelehnt, ein Datapad auf den Knien balancierend. F\u00fcr den Augenblick war er den Chefingenieur losgeworden.<br \/>\nDer beil\u00e4ufig eingestreute Kommentar, dass diese Art von Energiekupplung wohl nicht mehr im Lagerbestand verzeichnet w\u00e4re, gew\u00fcrzt mit der richtigen Mischung an &#8222;Was soll ich jetzt tun, Chef?&#8220; hatte ihm zwar zwei schier erdolchende Blicke eingebracht, aber auch den sehr willkommenen Umstand eines fluchend davoneilenden T\u00e2rpes, dessen Translator sich m\u00fchte, mit dem \u00dcbersetzen hinterherzukommen, und eines zur\u00fcckgelassenen Datapads des Chefingenieurs.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Tsts. Zwei K\u00f6pfe und vergisst in Aufregung doch alles. Wie war das mit der Quantit\u00e4t und der Qualit\u00e4t&#8230; Dann wollen wir mal sehen, ob da was Interessantes dabei ist.&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Aeden wusste, dass die Zeit nicht reichen w\u00fcrde, um tief ins System zu gelangen, wollte er Spuren vermeiden. Aber ein bisschen an der Oberfl\u00e4che kratzen, das w\u00fcrde drin sein, w\u00e4hrend die Lagerverwaltung aus dem Tiefschlaf aufgeschreckt wurde. Und wer konnte schon sagen, wann ein bisschen mehr an Informationen &#8211; richtig platziert &#8211; von Wert sein konnten.<br \/>\nEr sah sich kurz beil\u00e4ufig um, aber die meisten Mitglieder des Wartungsteams waren schon im Feierabend. Blieb die Crew an Bord, die aber hoffentlich ein Datapad nicht von einem anderen zu unterscheiden vermochte, sahen ja schlie\u00dflich fast alle \u00e4hnlich aus.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Schau nicht so, Saphran! Pass lieber auf. Du vermisst die Dorrel doch auch. Vielleicht ist etwas dabei, dass uns von dieser Schmutzkugel wegbringt.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Nicht, dass sich bisher allzuoft eine entsprechende Gelegenheit geboten hatte. Doch nun, da er wusste, dass die Dorrel nicht auf Coruscant zerst\u00f6rt worden war, konnte er nicht einfach weitermachen wie bisher.<\/p>\n<p>Die pechschwarze Katze, die sich aus dem Spalt zwischen Wand und dem Container heraustraute und mit einem eleganten Satz neben Aeden landete, warf ihm bei seinen leisen Worten einen vorwurfsvollen Blick aus ihren goldgelben Augen zu.<br \/>\nEigentlich hatte sie hier nichts zu suchen, und T\u00e2rpes w\u00fcrde toben, wenn auch nur ein Haar auf ihre Anwesenheit hindeutete, aber entsprechende Vertreibungsma\u00dfnahmen seinerseits waren bisher ohne nachhaltigen Erfolg geblieben &#8211; sehr zur Belustigung der anderen Mitarbeiter, die wahrscheinlich alle wussten, wann sie sich hier herumtrieb. Und Aeden stand nicht der Sinn danach, sich wirklich darum zu bem\u00fchen, sie in seiner Unterkunft einzusperren.<\/p>\n<p>Er kontrollierte die letzten Aktivit\u00e4ten des Chefingenieurs. Wohl oder \u00fcbel hatte der sich auch mit seiner Rekonstruktion der Leitungsbahnen zum Stromgenerator besch\u00e4ftigen m\u00fcssen. Die holografische Darstellung der Ver\u00e4nderungen war die, die Aeden ihm gefertigt hatte, nachdem er den letzten Tag damit zugebracht hatte, die Energieleitungen durchs Schiff zu verfolgen, die nach den Testergebnissen am Vielversprechendsten waren.<br \/>\nHm, er hatte sie noch nicht weitergegeben. Wahrscheinlich wollte T\u00e2rpes wie immer abwarten, bis der Plan zur Beseitigung des Problems feststand. Die Nachricht war bereits fast fertig.<br \/>\nAeden las den Empf\u00e4nger nochmal. Nayru-Odai. Das war doch der eingetragene Navigator der Korvette. Interessant, offenbar war er derjenige, der entschied, was gemacht wurde.<br \/>\nBisher war Aeden zu besch\u00e4ftigt damit gewesen, in stickigen und engen Wartungssch\u00e4chten &#8211; und g\u00e4ngchen herumzuhantieren, um der Crew gro\u00dfe Aufmerksamkeit zu schenken. Er hatte vereinzelte Crewmitglieder im und im Bereich um das Schiff herum gesehen, mit anderen Aufgaben betraut. Wenn auch der eine oder andere durchaus ein wachsames Auge auf die Wartungsarbeiten zu haben schien.<\/p>\n<p>Aeden war froh \u00fcber seine nicht allzu eindrucksvolle Erscheinung, die ihm schon oft geholfen hatte, unterzutauchen. Ein mittelgro\u00dfer, eher drahtig denn kr\u00e4ftig gebauten Techniker im Overall mit einem Allerweltgesicht, wie es mal jemand beschrieben hatte, fiel an diesem Ort hier nicht auf, sofern er sich verhielt, als geh\u00f6rte er hierhin.<br \/>\nDennoch hatte er fast instinktiv einen Bogen um die machen wollen, die f\u00fcr ihn einen recht milit\u00e4rischen Eindruck machten. Nur um sich dann zu besinnen und zu beherrschen, eben jenes nicht zu tun.<\/p>\n<p>Einer von denen, die er selbst nicht wirklich einzusch\u00e4tzen vermochte, hatte sich am Tage von Aedens Zuweisung zur Korvette kurze Zeit in der N\u00e4he des Wartungsteams aufgehalten, aber T\u00e2rpes&#8216; &#8218;Einweisung&#8216; war wohl Abschreckung genug gewesen f\u00fcr jegliche eventuelle Frage.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Kluges Kerlchen. St\u00f6re nie den Chef bei seinen Dialogen.&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Aeden grinste und las den Text der Nachricht noch einmal.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Typisch T\u00e2rpes, nicht nach Vorschrift, also ausmerzen&#8230; Wenn man aber nun&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Aeden vergr\u00f6\u00dferte das Modell und ging der Idee nach, die in ihm bei nochmaliger Betrachtung aufkeimte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Nehmen wir an, ich steuere das Schiff alleine, dann kann ich auf diese Systeme gut und gerne verzichten, warum also nicht gleich statt sp\u00e4ter, wenn es eng wird &#8230; hm, scheint&#8217;s basteln Jedis auch gerne an Schiffen herum&#8230;&#8230; hier k\u00f6nnte es ein Problem geben, wenn man da&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Nur ein wenig anpassen und die Nachricht mit einer gewissen Zeitverz\u00f6gerung auf Absenden setzen. Die Anlage, die er verschickt hatte, angleichen, die Spuren der \u00c4nderung beseitigen, T\u00e2rpes nach seiner R\u00fcckkehr ablenken, bis er nicht mehr wusste, wo ihm die K\u00f6pfe standen &#8211; und dann mal sehen, was dieser Nayru-Odai dem Chefingenieur zu der vorgeschlagenen Modifikation sagen w\u00fcrde.<br \/>\nEtwas Zeit &#8211; und kreative Leute &#8211; vorausgesetzt, w\u00fcrde die Dame hier mit ein bisschen mehr Schliff aus dem Ganzen herauskommen &#8211; fehlende Ersatzteile vorausgesetzt. Aber auch daf\u00fcr w\u00fcrde sich eine L\u00f6sung finden lassen.<\/p>\n<p>Zum ersten Mal, seit er auf diesem verfluchten Planeten festhing und ihm zu guter Letzt noch sein eigener Frachter &#8211; in den H\u00e4nden eines anderen &#8211; zum Reparieren vorgesetzt worden war, hatte er das Gef\u00fchl, es k\u00f6nne wieder aufw\u00e4rts gehen.<\/p>\n<p>Saphran hieb gelangweilt mit der Pfote durch das Hologramm, welches kurz flackerte.<br \/>\nMit einem leisen <span style=\"color: #008080;\">&#8222;Lass das!&#8220;<\/span> zog Aeden ein unansehliches Kn\u00e4uel aus der Tasche seiner Overalls und warf es mit einer aus jahrelanger Erfahrung stammenden \u00dcbung in die Ecke des Frachtsraumes, wo die wenigsten Hindernisse sein sollten, ohne von seiner Arbeit aufzusehen.<br \/>\nGeduckt sprang die Katze hinterher.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Keine Sorge, ich schau schon nicht hin, wenn du deine W\u00fcrde aufgibst&#8230;&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Mit einem Laut zwischen Knurren und Fauchen fegte die Katze das Kn\u00e4uel in die Ecke und st\u00fcrzte sich darauf. Beide verschwanden kurz darauf unter einem Rollwagen&#8230;<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p><em><strong>R\u00fcckblick: Coruscant (vor der Pl\u00fcnderung durch die Sith)<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em># Logbuch Frachter Dorrel<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em>* Ziel der beiden Passagiere erreicht: Coruscant<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"><em>~ pers\u00f6nlicher Kommentar: &#8218;So schnell nehme ich keine Fracht mehr mit, die auch nur einen Ton von sich geben kann&#8216;<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em># Schliesse heutige Eintragungen im Logbuch<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Endlich! Coruscant! Langsam habe ich die Hoffnung aufgegeben, es noch ohne H\u00f6rschaden zu erreichen. Ich sperr&#8216; den noch auf die letzten paar Augenblicke ins schallged\u00e4mmte Versteck, wenn er nicht endlich die Klappe h\u00e4lt&#8230; &#8218;<\/span><\/p>\n<p>Leider w\u00fcrde sich dann seine Aussicht auf Bezahlung der zweiten H\u00e4lte der vereinbarten Entgelts in Luft aufl\u00f6sen. Und wenn er sich etwas nicht leisten konnte, dann auf Coruscant negativ aufzufallen.<br \/>\nWeshalb diese &#8218;Fracht&#8216; denn auch so legal war wie nur was. Zwei harmlose Passagiere, Vater und Tochter, die er auf einem der Planeten im Inneren Rand aufgelesen hatte. Er hatte nur halb zugeh\u00f6rt, weshalb sie nach Galactic City wollten. Nichts an der Reise und an den Passagieren deutete auf etwas jenseits der Vorschriften hin. Langweilig war wohl noch die vorteilhafteste Umschreibung der beiden und er hatte sich gewundert, warum andere Piloten den Job offenbar abgelehnt hatten&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Jetzt wei\u00dft du es! H\u00e4ttest ein wenig mehr Zeit aufwenden sollen, um dich umzuh\u00f6ren. Ob die Tochter was dagegen hat, wenn sie ohne Vater ankommt? Nur ein kleiner Umweg&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Entnervt tauschte sich Aeden mit der Anflugkontrollstation im Orbit aus, verpasste um ein Haar dennoch fast den richtigen Anflugswinkel und die Einflugsschneise durch das dichte Verkehrsnetz.<br \/>\nEine hastige Korrektur und Fl\u00fcche beiderseitig der Com-\u00dcbertragung sp\u00e4ter herrschte zumindest im Frachter etwas Ruhe.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Yeah, es gibt Gr\u00fcnde, warum die Sitze Gurte haben&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Er vermied es, einen Blick nach hinten zu werfen. Eigene Fahrl\u00e4ssigkeit war keiner der zul\u00e4ssigen Gr\u00fcnde, die vollst\u00e4ndige Bezahlung zu verweigern, wie die Transport-Vereinbarung im Kleingedruckten klarstellte.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Sanft setzte er den Frachter viel zu viele Augenblick f\u00fcr seinen Geschmack sp\u00e4ter auf dem zugewiesenen Bereich der \u00f6ffentlichen Landeplattform ab, weniger um die Passagiere denn die Landest\u00fctzen zu schonen.<br \/>\nEntgegen seiner sonstigen Art beeilte er sich geradezu, beim Gep\u00e4ck entladen behilflich zu sein.<br \/>\nDas M\u00e4dchen warf ihm einen wissenden Blick zu. Ganz nett, aber nicht nett genug, um daf\u00fcr eine derartige Belastung auch nur in Erw\u00e4gung zu ziehen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Ich k\u00f6nnte eine Wette abschlie\u00dfen, wie lange der Alte noch wei\u00df, wo sich seine Tochter aufh\u00e4lt, jetzt wo sie hier sind&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Nein, nicht einmal das. Kaum dass der Alte zeternd den vereinbarten Preis gezahlt hatte &#8211; Aeden war tats\u00e4chlich versucht gewesen, mehr oder minder unfreundlich mit der Coruscant Sicherheit zu drohen &#8211; winkte er dem M\u00e4del kurz zu und verschloss kopfsch\u00fcttelnd die Luke, um sich anschlie\u00dfend kurz gegen die Bordwand zu lehnen und die Stille zu genie\u00dfen.<\/p>\n<p>Bis Saphran ihn mit kl\u00e4glichem Maunzen daran erinnerte, dass sie wie immer einen Moment auf der offenen Luke hatte sitzen wollen, um hoheitlich das Treiben um sich herum zu \u00fcberwachen, und von der sich schlie\u00dfenden Luke \u00fcberrascht worden war.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Geduld, Saphran. Bald sind wir bei Red, da kannste raus. Solange du ihm nicht wieder die Polster zerlegst.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Die pechschwarze Katze folgte ihm steifbeinig auf dem Weg ins Cockpit und verschwand beleidigt in ihrer gepolsterten K\u00f6rbchenh\u00f6hle. Hin und wieder funkelten die goldgelben Augen aus dem Dunkel zu ihm empor.<\/p>\n<p>Aeden beeilte sich den Platz am Raumhafen wieder frei zu machen, es herrschte gesch\u00e4ftiges Treiben um sie herum. Seine ehemaligen Passagiere waren zu seiner Erleichterung schon in der Menge verschwunden.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Einen nicht allzu langen Flug und ein paar Com-Nachrichten sp\u00e4ter landete die Dorrel auf einer kleinen unscheinbaren Landeplattform in einem der heruntergekommenen Sektoren jenseits der gro\u00dfen Verkehrswege.<br \/>\nReds Kontakt w\u00fcrde die Abweichung von der vorgegebenen Route und die ganze l\u00e4stige \u00dcberwachung \u00fcberhaupt bereits aus den Registern entfernt haben wie schon zuvor.<\/p>\n<p>Ohne konstante Ablenkung war Aeden sich jedes Stotterns des Antriebs bewusst. Die Zeit war schon \u00fcberreif f\u00fcr eine l\u00e4ngere \u00dcberholung, so sehr er sie auch aufgeschoben hatte. Einen Teil w\u00fcrde er selbst machen k\u00f6nnen, entsprechendes Material vorausgesetzt, f\u00fcr den anderen Teil w\u00fcrde er Reds Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Eigentlich brauchst du f\u00fcr alles Reds Hilfe&#8230; nun also zum unerfreulichen Teil unseres Aufenthalts&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Saphran auf dem Arm, damit die neugierige Katze nicht ins Getriebe der Anlage geriet, die die Landeplattform in die Tiefe absenkte, sah Aeden zu, wie sich \u00fcber ihnen das Dach des versteckten Hangars schloss.<br \/>\nF\u00fcr einen kurzen Augenblick h\u00fcllte die Dunkelheit sie ein, dann sprang ein Licht \u00fcber einer schmalen T\u00fcr an.<\/p>\n<p>Er trat durch die T\u00fcr hinaus in einen kleinen Garten, wo jemand ein St\u00fcckchen Rasen und ein paar Blumenbeete in dem von k\u00fcnstlichem Licht erhellten Gew\u00e4chshaus angelegt hatte. Die sich windende Katze zu Boden setzend, bevor sie ihm die Arme zerkratzte, wanderte er den Kieselweg entlang, hin und wieder schniefend, wenn ihm der Duft der Bl\u00fcten zu intensiv in die Nase stieg.<\/p>\n<p>Red erwartete ihn bereits mit verschr\u00e4nkten Armen auf der Terasse zu seinem Heim.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Ich sehe, du hast diesen Flohpelz immer noch. Der kommt mir nicht rein.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Aeden zuckte mit den Schultern.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Kein Problem, sie wird sich sowieso lieber an deinem Rasen g\u00fctlich tun und vielleicht noch deine Blumen d\u00fcngen.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Der andere Mann warf der gem\u00fctlich im Gras ausgestreckten und an ein paar Halmen kauenden Katze, einen mi\u00dftrauischen Blick zu, bevor er die T\u00fcr aufhielt.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Nun, Aeden, was verschafft mir die Freude deines Besuchs? Du warst lange nicht hier. Ich hatte geh\u00f6rt, du hattest mal wieder etwas \u00c4rger mit der Republik im \u00c4u\u00dferen Rand. Ich hoffe, du bringst keinen unerwarteten Besuch mit.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Red, der eigentlich Redaerion Shellfaex hie\u00df und seiner eigenen Bekundung nach freier Unternehmer mit einer Menge guter Beziehung war, thronte l\u00e4ssig in seinem Sessel inmitten eines fast gesch\u00e4ftsm\u00e4\u00dfig anmutenden Arbeitszimmers und musterte seinen Gast. Auch wenn sein Ton durchaus freundschaftlich klang, wusste Aeden es besser. H\u00e4tte Red auch nur vermutet, dass er \u00c4rger nach sich zog, h\u00e4tte er ihm nicht geholfen und ihn schon gar nicht bei sich empfangen.<\/p>\n<p>Aeden zog eine Augenbraue hoch.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Du solltest mich kennen, Red. Den \u00c4rger hatte ich vor Verlassen des \u00c4u\u00dferen Rands abgestreift. Sonst w\u00e4re ich nicht hier, sondern w\u00fcrde dir bestenfalls Gr\u00fc\u00dfe aus einem der &#8218;Erholungsheime&#8216; der Republik schicken k\u00f6nnen.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Oder tot sein. Insgesamt nahe genug an der Wahrheit f\u00fcr Red, der die Geschichte mit Sicherheit in groben Z\u00fcgen bereits kannte.<br \/>\nEs war ein alter Scherz zwischen ihnen. Beide hatten sich vor einigen Jahren in einer Gef\u00e4ngnisanstalt kennengelernt und waren dazu \u00fcbergegangen, sie nur noch so zu umschreiben. Und so nickte Red denn auch, abwartend.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Die Dorrel hat ein paar Reparaturen n\u00f6tig, ein paar gr\u00f6\u00dfere Reparaturen, und einige Teile werden schwer zu beschaffen sein. Den Einbau kann ich wohl zum Teil selbst erledigen, wenn du mir Zugang zu deinem Hangar und der Werkstatt gibst. Allerdings w\u00e4re deine Expertise bei der Programmierung von Vorteil.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Loben, aber nicht zuviel Honig ums Maul schmieren. Red konnte bei so etwas mitunter recht ungehalten werden.<br \/>\nAeden reichte ihm das Datapad mit der vorbereiteten Liste und den schematischen \u00dcbersichten und Pl\u00e4nen, welche Red pr\u00fcfend durchging.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen &#8211; und nicht gerade billig werden. Ich sch\u00e4tze, du kannst nicht in einem zahlen?&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Richtig. Deshalb schlage ich dir ein Gesch\u00e4ft vor. Ohne die Reparaturen ist die Dorrel nicht mehr einsatzf\u00e4hig. Ich werde mich f\u00fcr die n\u00e4chste Zeit auch etwas bedeckt halten m\u00fcssen, weshalb das Gesch\u00e4ft anderer Art als unsere &#8230; \u00fcblichen Vereinbarungen w\u00e4re und eher l\u00e4ngerwieriger Natur&#8230;&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Aeden schwieg und sah zur T\u00fcr, wo Saphran drau\u00dfen zwischen ein paar Blument\u00f6pfen umherschlich und &#8211; offensichtlich angewidert von dem Geruch &#8211; wieder abzog.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Mach ihn neugierig und dann warte ab&#8230; nur nichts \u00fcberst\u00fcrzen&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Aeden war sich im Klaren, dass ihm nicht allzuviele M\u00f6glichkeiten blieben, wenn Red ablehnte.<br \/>\nSicher hatte Coruscant noch andere Leute zu bieten, aber dann m\u00fcsste er sich in die F\u00e4nge der Banden und Syndikate begeben und das widerstrebte ihm wirklich. Zumal er Red durchaus vertraute, soweit man das in diesem Gesch\u00e4ft sagen konnte, zumindest solange, wie dieser davon ausging, mit einem Plus aus einem Handel herauszugehen. W\u00e4re das irgendwann nicht mehr der Fall, w\u00fcrde ihn allerdings auch die gemeinsame Vergangenheit nicht retten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Ha, sie wirken! Ich habe sie extra gegen solche Kratzteufel besorgt.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Reds Ausruf lie\u00df Aeden sich verwirrt umsehen. Triumphierend zeigte der andere auf die T\u00f6pfe.<br \/>\nAedens Gesicht musste B\u00e4nde gesprochen haben, denn Red lachte laut.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Dein Flohteufel hat das letzte Mal, als du sie hier zur Pflege gelassen hast, mehr als nur ein paar Fetzen meiner besten Sitzgarnitur hinterlassen&#8230; Hat lange gedauert, bis ich etwas gefunden habe, was die Biester wirklich abschreckt, sich hier rein zu schleichen. Irgendwo finden sie immer ein Durchkommen. Dreist wie die Mutter&#8230; und in diesem verwinkelten alten Komplex kaum wiederzufinden ohne Scanner.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;So, so&#8230; solltest du nicht auf sie aufpassen&#8230;&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Aeden sah ihn gespielt vorwurfsvoll an. Er hatte sich schon l\u00e4nger gewundert, was f\u00fcr einen Aufstand Red damals gemacht hatte. Allerdings war Red durchaus ein wenig verliebt in seine Besitzt\u00fcmer. Und so hatte er es darauf geschoben.<br \/>\nInzwischen dachte er bei sich, dass alles Bedauern fehl am Platze gewesen war. Red zuckte nur mit den Schultern.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Du willst nicht zuf\u00e4llig&#8230;.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Nein!&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Das Seufzen des anderen erf\u00fcllte Aeden kurz mit Genugtuung. Dennoch war er sich bei allem Gepl\u00e4nkel im Klaren, dass Red das Gesch\u00e4ftliche nicht einen Moment aus dem Blick verloren haben w\u00fcrde.<br \/>\nDer andere setzte sich denn auch mit einem letzten Blick zur T\u00fcr zurecht und schlug die Beine \u00fcbereinander.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Dann schie\u00df mal los. Wir reden nicht gerade \u00fcber eine kleine Summe &#8211; und die Sachen ganz unten auf deiner Liste stehen unter besonderer &#8218;Beachtung&#8216; unserer gesetzesh\u00fctenden &#8218;Freunde.'&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Aeden vermied es, an die Risiken zu denken, die der Plan barg, den er sich zurecht gelegt hatte, w\u00e4hrend er ihn Red erl\u00e4uterte. Wie oft war es schon notwendig gewesen, alles auf eine Karte zu setzen&#8230;<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Nun, was meinst du? Sind wir im Gesch\u00e4ft?&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Red trommelte nachdenklich mit den Fingern auf der Sessellehne und schaute auf die \u00dcbersichten vor sich.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Es k\u00f6nnte klappen. Ich nehme an, du hast so etwas schon mal durchgezogen?&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Aeden z\u00f6gerte kaum merklich und nickte dann.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Ja, aber nicht in diesem Stil, daf\u00fcr fehlen mir die Resourcen. \u00dcber die du verf\u00fcgst. Wenn du es schlau anstellst, bist du fein raus. Das Risiko liegt bei mir und den Leuten, die du anheuerst. Aber das muss ich dir kaum sagen. Sollte was schief gehen, hast du die Dorrel. Ich werde sie dann f\u00fcr sehr lange Zeit nicht brauchen.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Das gef\u00e4llt mir so an unseren Gesch\u00e4ften, Aeden. Du kommst nicht einfach her und bettelst um Credits, du bringst immerhin noch einen Plan mit, um es mir schmackhaft zu machen.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Weil ich wei\u00df, dass dich anbetteln sinnlos ist. Und immerhin ist es meine Freiheit, die ich riskiere. Also kann ich wohl versuchen, wenigstens etwas an der Planung teilzuhaben.&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Aedens Gesicht verriet nichts von seinen Gedanken, w\u00e4hrend er Reds Entscheidung abzusch\u00e4tzen versuchte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Die Identit\u00e4t wird kein Problem sein. Wird keine Paar Tage dauern.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Reds Grinsen wurde breiter, und eine Spur hinterh\u00e4ltig.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Woher kommt der Hintergrund mir nur bekannt vor? Interessant, dass du quasi dich selbst vort\u00e4uschen willst. Ausgebildeter Techniker in Raumfahrttechnologien von einer abgelegenen Welt, aber immerhin mit einem nicht zu schlechten Abschluss. Wurmt dich immer noch, die Sache damals, nicht?&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Quatsch! Ohne stellen sie keine ein. Die Angelegenheit damals hat nichts damit zu tun. Und so kann ich zumindest sagen, dass ich damit keine Probleme haben werde, \u00fcberzeugend zu sein.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Nicht gut, wenn Leute zuviel \u00fcber einen wussten. Irgendwann kam der Punkt, wann sie es gegen einen verwendeten. Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Red erhob sich, noch immer mit einem Grinsen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Such&#8216; dir eine passende Unterkunft, wenn die ID da ist. Und f\u00fcll&#8216; die L\u00fccken in deinem Plan aus. Dann haben wir eine Vereinbarung.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p><strong><em>Wartungsdeck, Bucht #X28, Korvette, &#8222;Vrook Lamar&#8220;<\/em><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em># Fortsetzung der Aufzeichnungen T-84 (&#8222;Vrook Lamar&#8220;)<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em>* wieder einmal ein unerfreuliches Gespr\u00e4ch mit dem Schichtleiter<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"><em>~ pers\u00f6nlicher Kommentar: &#8218;Ich hasse diese Vortr\u00e4ge \u00fcber Betragen gegen\u00fcber Vorgesetzten&#8230; Derartiges am fr\u00fchen Morgen sollte verboten werden&#8230; der Mistkerl schien ganz in seinem Element&#8230; wenn ich nicht aufpasse, sortiere ich die n\u00e4chsten Monate die Lagerbest\u00e4nde&#8230;oder Tannenzapfen drau\u00dfen in den W\u00e4ldern&#8230;&#8216;<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em># Schliesse heutige Eintragungen im Logbuch<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff00ff;\">&#8222;He, Aenarros. Danke f\u00fcr die Unterhaltung gestern. Die Nachtschicht drohte doch wirklich ohne Vorkommnisse vor\u00fcberzugehen!&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Unter dem Gel\u00e4chter seiner Begleiter ging der Mann von der abziehenden Nachtschicht grinsend an Aeden vorbei.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366;\">&#8222;Wolltest du endlich herausfinden, wieviele Sprachen er versteht, oder was sollte das gestern?&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Einer der \u00e4lteren seines eigenen Teams war bei ihm stehengeblieben und schaute Aeden kopfsch\u00fcttelnd an. Offenbar war er schon auf dem Laufenden.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366;\">&#8222;Es gibt wesentlich schlimmere Jobs als hier, Junge. Das kannst du mir glauben. Und schlimmere Leute als T\u00e2rpes. Du solltest das wirklich nicht einfach aus einer Laune heraus riskieren. Du kennst ihn doch, er wird dich beim Schichtleiter melden. Und viel kannst du dir wirklich nicht mehr erlauben.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Hat er schon, Hellon. Komme gerade daher&#8230;&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Der andere musterte ihn kurz und zuckte dann hilflos mit den Schultern, w\u00e4hrend sie durch den Hangar gingen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366;\">&#8222;Warum nur glaube ich, dass der Alte ebenso gegen die Wand h\u00e4tte sprechen k\u00f6nnen&#8230;. Ich hoffe nur, du wei\u00dft, was du tust&#8230; Du tust T\u00e2rpes doch nur einen Gefallen, wenn er dich loswird&#8230;&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;&#8230; Ich habe mich beherrscht&#8230;&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #993366;\">&#8222;Wie lange? Zwei Tage? Oder waren es ausnahmsweise mal zwei Wochen?&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Aedens gemurmelte Antwort war unverst\u00e4ndlich und Hellon sch\u00fcttelte ein weiteres Mal den Kopf.<br \/>\nDa weitere ihres Teams auf dem Weg zur Korvette hinzustie\u00dfen, lie\u00dfen sie das Thema jedoch vorerst auf sich beruhen, auch wenn Aeden sich sicher war, nicht das letzte Wort \u00fcber seine lautstarke Auseinandersetzung mit T\u00e2rpes am Vorabend geh\u00f6rt zu haben.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Ich habe es wohl etwas \u00fcbertrieben, ihn zu reizen.. Wenn ich nur nicht hier festsitzen w\u00fcrde&#8230; Ich h\u00e4tte dem Kerl, der sich als Besitzer der Dorrel aufspielte, eines \u00fcber den geh\u00f6rnten Sch\u00e4del geben sollen und mit ihr starten&#8230; koste es was es wolle&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>H\u00e4tte er vielleicht sogar getan&#8230; wenn der andere nicht zwei kr\u00e4ftige \u00fcbellaunige Burschen an Bord gehabt h\u00e4tte, deren Sprachkenntnisse offenbar wenig mehr als &#8222;Kein Zutritt!&#8220; und &#8222;Verschwinde oder&#8230;&#8220; umfassten&#8230; Ihre wenigen Worte jedoch hatten sie schlagkr\u00e4ftig durchzusetzen verstanden&#8230; vor allem das &#8222;oder&#8230;&#8220;.<br \/>\nOffenbar hatten die Sicherheitsleute des Hangars ihnen auch nicht ganz getraut und den Frachter f\u00fcr die ganze Zeit der Reparatur bewachen lassen&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Warum kriegst du es eher hin, Schiffe von anderen zu entwenden, als dein eigenes&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Aeden k\u00f6nnte noch immer aus der Haut fahren.<br \/>\nGenau zu der Zeit war eine neue republikanische Einheit hier angekommen, hatte sich breitgemacht und angefangen, Unruhe verbreitet. Ausweis hier, Sicherheit da&#8230;<br \/>\nEin unerlaubter Startversuch h\u00e4tte ihn nicht weit gebracht. Und wie h\u00e4tte er beweisen sollen, dass die Dorrel ihm geh\u00f6rte, ohne seine angenommene Identit\u00e4t hinzuschmei\u00dfen und ganz andere Probleme heraufzubeschw\u00f6ren? Wenn sie sich das Schiff genauer angeschaut h\u00e4tten, h\u00e4tten sie feststellen k\u00f6nnen, dass die meisten der versteckten Einbauten strenggenommen nicht so ganz mit den g\u00e4ngigen Vorschriften in Einklang zu bringen waren&#8230;<br \/>\nAeden war daher im ersten Moment fast froh gewesen, dass es, ohne beschlagnahmt zu werden, abgeflogen war.<br \/>\nSomit musste er es nur wiederfinden und unter besseren Umst\u00e4nden zur\u00fcckbekommen. Ersteres w\u00fcrde das kleinere Problem darstellen, daf\u00fcr hatte er gesorgt. Letzeres hingegen&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8222;Verflucht, wann ist diese ganze Angelegenheit so aus dem Ruder gelaufen&#8230; es lief doch wunderbar, damals auf Coruscant&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Seit die Dorrel so unvermittelt wieder aufgetaucht war, kreisten seine Gedanken wieder h\u00e4ufiger um die Zeit auf Coruscant, sein letztes Gesch\u00e4ft und&#8230;<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p><em><strong>R\u00fcckblick: Coruscant (etwa 2 Tage vor der Pl\u00fcnderung durch die Sith ~ ca. sechs Monate nach dem Gespr\u00e4ch mit Red)<\/strong><\/em><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em># Logbuch Frachter Dorrel<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em>* ein paar der gew\u00fcnschten Reparaturen und Einbauten konnten abgeschlossen werden<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"><em>~ pers\u00f6nlicher Kommentar: &#8218;Der Plan scheint so weit aufzugehen, manchmal liebe ich die Republik und ihre Einrichtungen wirklich. Herrlich so ein Kompetenzgerangel. Allerdings ist so viel zu tun, dass kaum Zeit bleibt, an der Dorrel zu arbeiten. Und ich muss vorsichtig sein, dass mich niemand hier sieht.<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"><em>Immerhin scheint Red ab und zu hier im Hangar zu sein und an ihr zu basteln &#8211; ist ihm am Ende langweilig geworden?&#8216;<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em># Schliesse heutige Eintragungen im Logbuch<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">&#8222;Heya! Aenarros! Hast du schon geh\u00f6rt&#8230; Der Sicherheitsdienst hat Renkell zur Befragung abgeholt.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Berger kam die kleine Treppe herab und trat an die Br\u00fcstung, wo Aeden lehnte und auf die zum Werftgel\u00e4nde geh\u00f6renden Plattformen hinunterschaute.<\/p>\n<p>Aeden belie\u00df seinen Blick genau da, wo er war, und gab sich M\u00fche, eine erstaunte, aber auch gelangweilte Miene aufzusetzen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Nein, habe ich nicht. Renkell? Weshalb wollen sie ihn denn befragen? Hat er einem Taxi die Geb\u00fchr nicht bezahlt?&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Berger lachte, doch es klang seltsam in Aedens Ohren. Nicht das \u00fcbliche lautstarke Lachen aus vollem Halse, mit dem ihm der andere schon mehr als einmal auf den Geist gegangen war.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">&#8222;Nein, aber ich k\u00f6nnte mir vorstellen, dass ihm das auf dem R\u00fcckweg passiert&#8230; wahrscheinlich ist der Junge v\u00f6llig durcheinander danach. Wenn sie ihn \u00fcberhaupt gehen lassen.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Er machte eine kurze Pause, als Aeden ihm beipflichtete. Der Junge war schnell ins Bockshorn zu jagen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">&#8222;Ich habe geh\u00f6rt, es hat mit den Materialverlusten in den letzten Monaten und den Schiffen zu tun. Kaum vorstellbar, dass dieser gr\u00fcne Junge da mit drin steckt, aber naja, wer weiss, was er uns vielleicht nur vorgespielt hat!&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Berger beugte sich \u00fcber die Br\u00fcstung und starrte auf einen ankommenden Gleiter, der auf die Landezone am Rand der Plattform zuhielt.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;So, haben sie schlie\u00dflich die Verbindung gefunden oder stochern sie nur ein wenig im Tr\u00fcben und warten, was sie aufst\u00f6bern?&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Aedens Miene verzog sich leicht zu einem sp\u00f6ttischen Grinsen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Stille Moore sind endlos tief, hm? Da w\u00fcrden mir aber wahrscheinlichere Kandidaten einfallen!&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Und zwei davon stehen gerade hier beisammen&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Berger war Aeden nicht geheuer, seit der Mann vor vier Monaten seine Arbeit in der etwas heruntergekommenen Werft- und Reparaturanlage in einem der vom Senatsbereich entfernteren Industriekomplexe auf Coruscant aufgenommen hatte. Irgendetwas st\u00f6rte ihn an dem anderen. Es war nicht seine Arbeit, nicht seine Gestalt, eher ein fl\u00fcchtiger Eindruck, der Aedens Nerven in seinem Beisein anspannte. Wie auch jetzt.<br \/>\nWas auch immer er war, der Mann war kein Tech. Es waren nur Kleinigkeiten, aber in der Summe reichten sie, um Aedens Mi\u00dftrauen zu erregen. Ein Spitzel der Sicherheitsbeh\u00f6rden? Jemand, der mit einem \u00e4hnlichen Vorhaben sich hier eingeschlichen hatte? Vielleicht sogar Reds Mann, um ihn zu \u00fcberwachen&#8230;?<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Langsam leidest du wirklich unter Verfolgungswahn. Rei\u00df&#8216; dich zusammen. Ein paar Tage noch und weg bist du. Zeit wird es allemal.&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Ein Versetzungsgesuch zu einem anderen Komplex auf einer anderen Welt des Unternehmens &#8211; wo er nie ankommen w\u00fcrde &#8211; lag bereits vor. Er durfte sich nur keine Fehler leisten bis dahin.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">&#8222;Jo, das stimmt wohl. Ich meine, bei dem Jungen ist man schon froh, wenn er ein Schiff nicht hochjagt, nur weil ihn irgendwer bei der Reparatur gest\u00f6rt hat. Dass der sich hinsetzt und die Schiffscomputer oder die im Lager manipuliert, w\u00e4hrend wir alle quasi zuschauen&#8230; kaum vorstellbar. Aber naja&#8230; man kann ja nicht reinsehen, was da hinter einem derartigen Milchgesicht vorgeht&#8230; Wie dem auch sei, hoffentlich haben sie den \u00dcbert\u00e4ter damit gefunden&#8230; so unwahrscheinlich er auch scheinen mag&#8230; und es kehrt wieder Ruhe ein. Lange wird der&#8217;s eh&#8216; nicht in einer der Strafeinrichtungen aushalten&#8230; Aber an so etwas denkt ja niemand vorher, dass es auch schiefgehen kann&#8230;&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Wieder dieses Lachen &#8211; und diesmal war sich Aeden sicher, welcher Ton darin mitklang. Welcher in seinem eigenen Lachen zuvor zu h\u00f6ren gewesen war&#8230; Erleichterung&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Ich komm&#8216; gleich nach, Berger! Die Schicht hat ja noch nicht begonnen.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Berger nickte und begab sich zum Lift nach unten. Aeden starrte noch einen Moment l\u00e4nger auf die geschlossenen T\u00fcren, hinter ihm her.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;&#8230;Lange wird der&#8217;s nicht in einer der Strafeinrichtungen aushalten&#8230; Wo er Recht hat&#8230; Ich geb&#8216; dem Jungen keine paar Tage, wenn er dort landet&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Er drehte sich um und schaute zur Plattform unten. Der Gleiter hatte angedockt und mehrere Personen unterhielten sich offenbar mit den Arbeitern auf der Plattform.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Ich kann nichts daf\u00fcr, Saphran&#8230; ich habe nicht den Verdacht auf ihn gelenkt.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Die Katze hockte auf der Br\u00fcstung. Ihre Augen schimmerten im Schein der anspringenden Beleuchtungseinheit weiter oben, deren Helligkeitsstufe die Dunkelheit noch nicht ganz durchdringen konnte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Und in noch einem hat er Recht&#8230; Der Junge ist zu unwahrscheinlich&#8230; selbst die Idioten vom Sicherheitsdienst m\u00fcssten das erkennen&#8230; Es sei denn, sie suchen eine schnelle L\u00f6sung&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Mit einem schalen Geschmack im Mund stie\u00df er sich von der Br\u00fcstung ab und ging zum Lift&#8230; tief in Gedanken und Erinnerungen versunken&#8230;<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong><em>R\u00fcckblick: Coruscant (etwa 5 1\/2 Monate zuvor ~ ein paar Tage nach dem Gespr\u00e4ch mit Red)<\/em><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em># Logbuch Frachter Dorrel<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em>* Reds ID ist da<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"><em>~ pers\u00f6nlicher Kommentar: &#8218;Glaube ich an so etwas wie Schicksal&#8230; ich meine, ohne dem Zufall dabei selbst etwas auf die Spr\u00fcnge zu helfen ?&#8216;<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em># Schliesse heutige Eintragungen im Logbuch<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Das kann nicht dein Ernst sein?&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Aedens Hand zitterte leicht, als er die ID-Card auf dem Tisch in der Lounge der Dorrel umdrehte und sie Red zuschob.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Wieso, was gef\u00e4llt dir an der ID nicht? Also ich finde, sie passt vorz\u00fcglich zu dir&#8230;&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Red lehnte l\u00e4ssig gegen den Rahmen des offenen Schotts, ein sp\u00f6ttisches Lachen im Gesicht.<\/p>\n<p>Aeden funkelte ihn aus zusammengekniffenen Augen an.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Wenn du mich umbringen willst oder einfach nur loswerden, dann nimm deinen Blaster und erledige es gleich hier. Ich habe gewiss keine Lust, noch einmal ein &#8218;Erholungsheim&#8216; von innen zu genie\u00dfen. Und dies hier ist wohl ein direkter Weg dahin.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Reg&#8216; dich ab, Kleiner.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Er hob warnend die Hand, als Aeden zu protestieren ansetzte, zog mit einer flie\u00dfenden Bewegung eine der Transportkiste heran und lie\u00df sich darauf nieder. Warum auch immer er nie die Sitze der Dorrel benutzte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Diese ID ist nicht gef\u00e4lscht, sie ist echt. Und damit einiges wert. Ich k\u00f6nnte sie sehr gut verkaufen, aber ich habe beschlossen, dass sie bei dir eintr\u00e4glicher angelegt ist. Die Parameter passen perfekt und allein darauf kommt es an.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Er zeigte auf die Auflistung von Lebenslauf und weiteren Unterlagen auf dem Display neben der ID-Card.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Zu perfekt f\u00fcr meinen Geschmack&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Die Akademie auf Berchest mag nicht sehr eindrucksvoll sein, aber sie hat einen recht guten Ruf. Nicht so gro\u00df und prachtvoll, als dass Karrieretypen der Republik die Leute dort herauspicken w\u00fcrden, aber auch nicht zu weit ab und auf dem Stand der Forschung. Wenn ich mich erinnere, warst du l\u00e4nger dort und solltest dich gut auskennen. Du sprichst doch mit Sicherheit auch dortiges Sprachgemix, wenn ich dich richtig kenne.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Wann in aller Welt hatte er Red soviel erz\u00e4hlt&#8230;?<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Der Kerl war ein Einzelg\u00e4nger, ungef\u00e4hr dein Alter. Wir haben sage und schreibe ein einziges Bild gefunden. Und darauf w\u00fcrde ihn wohl selbst seine Familie nicht wiedererkennen, wenn sie denn noch leben w\u00fcrde. Keine Verwandten, nein auch keine entfernten, die pl\u00f6tzlich das Zeitliche segnen&#8230;&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Er verzog das Gesicht, w\u00e4hrend Reds Miene wieder ein herausforderndes Grinsen zierte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Und der Kerl selbst wird dich auch nicht behelligen. Wie wir herausgefunden haben, ist er von einem Forschungsausflug auf eigene Faust nicht mehr zur\u00fcckgekehrt&#8230; Leider fand die Meldung dar\u00fcber nie den Weg in die offizielle Datenbanken&#8230;&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Darum geht es alles nicht&#8230;&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Aedens Blick ruhte auf dem Namen. Red zuckte mit den Schultern.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\">&#8222;Wenn man die Datenbanken durchsucht, findet man gen\u00fcgend Leute auf verschiedensten Welten, die sogar deinen Namen tragen und nicht nur einen \u00e4hnlichen. Muss dich entt\u00e4uschen, Junge, so einmalig bist du denn doch nicht.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ff6600;\">Nenn&#8216; es Schicksal, wenn du willst. Sch\u00e4tze, momentan k\u00f6nntest du ein bi\u00dfchen Unterst\u00fctzung durch die wankelm\u00fctige Lady gut gebrauchen. Vor allem bei deinem Vorhaben.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Sicher wusste Aeden das. Und es hatte ihm bisher auch geholfen. Doch so sehr er es diesmal auch versuchte, sich einzureden, dass es blo\u00dfer Zufall war, gelang es ihm nicht, den Schatten der dunklen Vorahnung zu vertreiben&#8230;<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p><strong><em>R\u00fcckblick: Coruscant (Nachmittag des Tages vor der Pl\u00fcnderung durch die Sith ~ ca. sechs Monate nach dem Gespr\u00e4ch mit Red)<\/em><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em># Logbuch Frachter Dorrel<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em>* Antriebsverbesserung endlich geliefert, Einbau fast abgeschlossen, Tests stehen noch aus<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #666699;\"><em>~ pers\u00f6nlicher Kommentar: &#8218;Red scheint wirklich Spa\u00df an der Sache zu haben. Zum Gl\u00fcck. Mit der ungeplanten Aufmerksamkeit der Coruscant Sicherheit im Nacken kann ich es nicht wagen, mich auch nur in die N\u00e4he seines Hangars zu begeben&#8230;&#8216;<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #666699;\"><em># Schliesse heutige Eintragungen im Logbuch<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">&#8222;Die vom Sicherheitsdienst sind wirklich Idioten. Wen glauben die denn bitte mit ihren Fragen zu \u00fcbert\u00f6lpeln. &#8222;<\/span><\/p>\n<p>Zufrieden lehnte sich Berger im Sitz des Taxis zur\u00fcck und legte die Beine auf die Bank gegen\u00fcber.<br \/>\nAeden warf ihm einen kurzen Blick zu, in Gedanken noch etwas mit der Befragung besch\u00e4ftigt, die sie alle den halben Vormittag in einem der Verwaltungsgeb\u00e4ude des Coruscant Sicherheitsdienstes festgehalten hatte. Renkell neben ihm murmelte die ganze Zeit schon leise unverst\u00e4ndliches Zeugs vor sich hin, doch bei Bergers Worten schaute er auf.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366;\">&#8222;Ich fand die Fragen sehr &#8230; Und die Leute dort.. sie machen mir Angst&#8230; ich meine&#8230; ich will nicht&#8230; ich kann nicht&#8230; meine Familie&#8230;.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Aeden verdrehte die Augen. Renkells Gejammer begleitete sie nun schon die ganze Zeit bis auf die Befragung selbst. Fast hatte Aeden es genossen, vor ihm Ruhe zu haben&#8230; wenn er nicht selbst auf der Hut h\u00e4tte sein m\u00fcssen, sich nicht zu verplappern.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Du bist doch selbst Schuld! Warum stotterst du ihnen einen vor und wirkst, als h\u00e4tten sie dich beim Verticken eines ganzen Hangars voll Raumj\u00e4ger erwischt? Du hast doch nichts damit zu tun. Also verhalte dich auch so. Oder&#8230;?&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Berger lachte bei Aedens frustrierten Worten lauthals, w\u00e4hrend Renkell schuldbewusst zusammenzuckte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">&#8222;Wo er Recht hat. So&#8230; wir sehen uns morgen fr\u00fch&#8230; Genie\u00dft den Abend&#8230; Ich jedenfalls werde es tun&#8230; mit einer sch\u00f6nen blonden&#8230;.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Erspar uns die Einzelheiten&#8230; wir m\u00fcssen arbeiten&#8230; Welche ist es diesmal oder eine neue schon wieder&#8230;?&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Gereizt sch\u00fcttelte Aeden den Kopf, als das Taxi an einer der Plattformen anhielt und Berger sich mit einem l\u00e4ssigen Sprung \u00fcber die Seitenwand schwang.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">&#8222;Eifers\u00fcchtig? Wer gut aussieht&#8230; hat die freie Auswahl.&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Berger grinste breit, als Aeden ihn anstarrte, und zuckte die Schultern. Ihnen \u00fcber die Schulter zuwinkend, zog er lachend von dannen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Mal im Ernst, Renkell&#8230; Du hast dir nichts vorzuwerfen&#8230; Also, gib ihnen keinen Grund zu denken, du h\u00e4ttest&#8230;.&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Was machst du da, Aeden? Halt die Klappe. Es ist nicht dein Problem, wenn er sich immer tiefer in den Schlamassel reinreitet&#8230; umso besser f\u00fcr dich&#8230;. du kannst dir nicht sicher sein, dass sie auf der falschen F\u00e4hrte sind. Vielleicht spielen sie nur mit dir&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #993366;\">&#8222;Aber&#8230; ich&#8230;&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Kein Aber! Wenn du damit nicht zu tun hast, hast du das auch nicht &#8211; also lass es dir nicht einreden, dass du es h\u00e4ttest&#8230; Die haben nichts in der Hand, sonst w\u00fcrden wir das Gespr\u00e4ch hier nicht f\u00fchren. Die gehen den Weg des kleinsten Widerstandes, und der bist du. Denen ist egal, ob du schuldig bist oder nicht &#8211; Hauptsache, Fall gel\u00f6st, Schuldiger pr\u00e4sentiert und abserviert und sie sind den Druck los, den ihre Vorgesetzten ihnen aufhalsen&#8230; Ende vom Lied, du sitzt in einer Zelle oder einem Arbeitslager&#8230; willst du da unbedingt hin? Dann mach weiter so&#8230;&#8220;<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;AEDEN!!!! Halt einfach den Rand&#8230; verflucht noch mal&#8230;wenigstens einmal&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Im Stillen sich selbst und seine mangelnde Beherrschung verfluchend drehte sich Aeden weg und blickte zu den vorbeiziehenden Wohnbl\u00f6cken, die langsam den mehr industriellen Komplexen wichen, als sie sich ihrem Ziel n\u00e4herten.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Wenn der Junge seine Zukunft ruiniert, lass ihn&#8230; nicht deine Verantwortung &#8211; sorgt daf\u00fcr, dass du aus dieser Sache heil rauskommst und das Weite suchst &#8211; das wird schwer genug&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Aeden ballte die Faust und hielt sich gerade noch zur\u00fcck, sie gegen die Taxiwand zu schlagen, als Renkell ihm stotternd dankte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Diese Sache l\u00e4uft aus dem Ruder&#8230; aber wenn ich jetzt verschwinde, habe ich sie an den Hacken &#8211; und noch ist die Dorrel nicht startklar&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Das Werftgel\u00e4nde tauchte vor ihnen auf und das Taxi steuerte eine der kleineren Plattformen an.<br \/>\nDoch Aeden bemerkte es kaum. Mit einem mehr als nur flauen Gef\u00fchl in der Magengegend starrte er auf den Truppentransporter, der gerade an einen der Lastkr\u00e4hne geh\u00e4ngt wurde, um dann in die gr\u00f6\u00dfte der Hallen bewegt zu werden.<br \/>\nUnd auf die Doppelreihe Soldaten, die auf der Plattform stand&#8230;.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p><strong><em>R\u00fcckblick: Coruscant (Nachmittag des Tages vor der Pl\u00fcnderung durch die Sith ~ ca. sechs Monate nach dem Gespr\u00e4ch mit Red)<\/em><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Warum habe ich mich \u00fcberhaupt noch hingelegt&#8230; die kurze Zeit hats doch nun wirklich nicht gebracht&#8230; dann m\u00fcsste ich jetzt nicht&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Die zahllosen G\u00e4nge und Treppen entlang hetzend sprintete Aeden gen Werft. Dass er viel zu sp\u00e4t dran war, war ihm schmerzlich bewusst und dass dieser Idiot von einem Soldaten, der gestern die ersten Arbeiten an dem ihm unterstellten Schiff \u00fcberwacht hatte, ihm einen Strick draus drehen w\u00fcrde, war so gut wie sicher.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Sekunden hatten gereicht f\u00fcr beiderseitige tiefe Abneigung. F\u00fcnf Sekunden zwischen der Vorstellung des offenbar erst k\u00fcrzlich bef\u00f6rderten Wasauchimmer und der in seinen Augen wohl fehlenden angemessenen Reaktion seitens Aeden.<\/p>\n<p>&#8222;Aenarros, he&#8230;?!&#8220;<\/p>\n<p>Der Tonfall des Mannes beim Blick auf das Namensschild an Aedens Overall hatte keine Zweifel offen gelassen, dass er sich den Namen merken w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Den ganzen Abend und die halbe Nacht war er ihm auf den Pelz ger\u00fcckt und hatte sich jeden kleinen Handgriff erkl\u00e4ren lassen, bis Aeden ihm einen der tonnenschweren Verladedroiden beinahe \u00fcber die F\u00fc\u00dfe hatte fahren lassen, mit der gemurmelten Entschuldigung, seine Fragen w\u00fcrde ihn zu sehr von der Arbeit ablenken&#8230;<br \/>\nDer Blick des Schichtleiters hatte B\u00e4nde gesprochen&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">&#8218;Du musst endlich lernen, dich in solchen Situationen zu beherrschen, Aeden&#8230;&#8216;<\/span><\/p>\n<p>Vor der letzten Treppe g\u00f6nnte er sich eine kurze Pause, um etwas zu Atem zu kommen &#8211; und noch einmal ernsthaft dr\u00fcber nachzudenken, ob er nicht einfach auf Tauchstation gehen sollte.<br \/>\nAber da war noch die offene Rechnung gegen\u00fcber Red&#8230; und der konnte recht ungehalten werden, wenn man die Vereinbarungen nicht einhielt&#8230; Red, der momentan die Hand \u00fcber der Dorrel hatte&#8230; Ohne den er kaum hoffen konnte, heil aus dieser Angelegenheit herauszukommen&#8230;<br \/>\nOhne Reds R\u00fcckendeckung w\u00fcrde einiges schwerer werden&#8230;<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Als er die Plattform zum Hallenbereich \u00fcberquerte, sah er Berger, der gerade aus einem Taxi kletterte &#8211; offenbar kein bi\u00dfchen frischer als er selbst und ohne den sonstigen Elan.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Noch einer, der aus dem Bett gefallen ist&#8230; ich frage lieber nicht wessen&#8230; &#8222;<\/span><\/p>\n<p>Aeden konnte trotz allem nicht widerstehen, ihn aufzuziehen. Zu oft war er selbst das Ziel von Bergers Spott gewesen.<\/p>\n<p>Berger winkte m\u00fcde ab, anscheinend wirklich hundem\u00fcde.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">&#8222;&#8230; viel zu kurz&#8230; &#8222;<\/span><\/p>\n<p>&#8230; war alles, was bei Aeden ankam. Dem konnte dieser nur beipflichten. Manche Schichtwechsel waren einfach nur stressig.<\/p>\n<p>Wie abgesprochen gingen beide langsam r\u00fcber zum Tor, im stillen \u00dcbereinkommen, wenigstens nicht auch noch v\u00f6llig au\u00dfer Atem dem Schichtleiter vor die F\u00fc\u00dfe zu fallen.<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>In den Werfthallen brannte nur die Notbeleuchtung und ganze Teile lagen v\u00f6llig im Dunkeln, obwohl die Schicht bereits begonnen hatte und in zumindest einem Teil der Hallen h\u00e4tte gearbeitet werden sollen.<br \/>\nVerdutzt hielten beide inne. W\u00e4hrend Berger noch leise murmelnd die Sensoren f\u00fcr das Licht suchte, stolperte Aeden bei einem vorsichtigen Schritt im Halbdunkel \u00fcber etwas vor seinen F\u00fc\u00dfen &#8211; etwas Weiches und zugleich Unnachgiebiges&#8230;<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\">&#8222;Was&#8230;?&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Er fing sich gerade noch ab und tastete nach dem Ding&#8230; und zuckte zur\u00fcck. Er hatte zu oft Leichen ber\u00fchrt, um nicht zu wissen, was er da vor sich hatte.<\/p>\n<p><span style=\"color: #008080;\">&#8222;Lass&#8216; das Licht aus!&#8220;<\/span><\/p>\n<p>Aedens gefl\u00fcsterte Worte gen Berger kamen ihm selbst laut vor. Er sah den schattenhaften Umri\u00df des anderen z\u00f6gern und dann nahe zu ihm treten.<br \/>\nOffenbar war die Situation dem anderen auch nicht ganz geheuer.<br \/>\nLeise fl\u00fcsterte Aeden ihm die Neuigkeit \u00fcber seinen Fund zu. Die Dunkelheit verbarg des anderen Z\u00fcge, doch vermeinte Aeden ein Nicken zu erkennen.<\/p>\n<p>Berger gab ihm ein Zeichen und wandte sich um, in Richtung eines der angrenzenden Lagerr\u00e4ume. Aeden folgte ihm so leise wie m\u00f6glich&#8230;.<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<h2>Sp\u00e4ter&#8230;<\/h2>\n<p>Als sie abends in ihr tempor\u00e4res Quartier zur\u00fcckkehrte, stellte Aiken fest, dass die Tage in Fort Garnik unter den dort stationierten Rekruten und Soldaten entgegen ihrer Furcht vor einem Dienst in einer Schreibstube erf\u00fcllend gewesen waren. Offenbar hatte der Doc doch Recht gehabt, als er sie vor\u00fcbergehend aus dem aktiven Dienst hierher hatte versetzen lassen.<br \/>\nUnd sie fragte sich nicht zum ersten Mal, ob ihre \u00e4ltere Schwester nicht ihre Hand im Spiel gehabt hatte.<br \/>\nDie k\u00fcrzlichen Verluste, die ihre Einheit auf Tatooine zu verzeichnen gehabt hatte, hatten tiefere Spuren hinterlassen, als sie sich selbst wollte glauben machen. Wie bei vielen ihrer Eins\u00e4tze, war sie auch hier zum Schweigen verpflichtet worden. Zur stummen Wut auf die Imperialen verdammt, die dahinter stecken mussten. Oder die Mandalorianer&#8230;<br \/>\n&#8222;Vermisst im Einsatz&#8220; &#8211; nicht zum ersten Mal fragte sie sich, ob das eines Tages auch in ihrer Akte stehen w\u00fcrde&#8230;. ein anonymes Ende irgendwo in Schlamm, Staub, W\u00fcstensand eines unbedeutenden Planetens&#8230; oder in der kalten Unendlichkeit in irgendeinem Sternenhaufen&#8230; jeglicher Hinweis auf einen offiziellen Auftrag des OK peinlichst unter den Teppich des Schweigens gekehrt&#8230;<br \/>\nWie alle ihrer Einheit hatten sie sich damit einverstanden erkl\u00e4rt, damals zu Beginn. Wie viele von ihnen hatten nie geglaubt, dass es einmal dazu kommen w\u00fcrde&#8230;<\/p>\n<p>In manchen der jungen Rekruten hier erkannte sie diesen Glauben an die eigene Unsterblichkeit wieder. Ein Teil von ihr beneidete sie, der andere suchte nach denen, die sich nicht alleine auf den Kampf f\u00fcr eine gerechte Sache als Schild verlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Sie hatte gesehen, wie es gelingen mochte, die eigene Niederlage ins Reich der Unm\u00f6glichkeit zu verbannen&#8230; und einen verlorenen Kampf zu wenden. In den meisten F\u00e4llen jedoch f\u00fchrte es in ein fr\u00fches Grab.<\/p>\n<p>Sie rief die Holoaufzeichnung des letzten Abends auf, wo ihre Einheit noch zusammen gewesen war &#8211; einer Feier anl\u00e4sslich des Geburtstages des J\u00fcngsten von ihnen&#8230;<br \/>\nStill pr\u00e4gte sie sich ihre Gesichter ein&#8230; derer, \u00fcber deren Verbleib keine zwei Standardtage danach kein Wort mehr verloren w\u00fcrde. Deren Familien in Unsicherheit bleiben w\u00fcrden&#8230;<br \/>\nStill war auch der Abschied. Rache w\u00fcrde sie nicht zur\u00fcckbringen. Es blieb nur, weiterzumachen&#8230;<\/p>\n<p>Sie beendete das Holo und rief stattdessen ein paar Dateien auf, die noch auf Weitergabe warteten.<br \/>\nW\u00e4hrend sie die noch offenen Formalit\u00e4ten abarbeitete und die notwendigen Unterlagen zusammenstellte, um sie an das Erkundungskorps 12 weiterzuleiten, sp\u00fcrte sie langsam einen Teil der alten Entschlossenheit zur\u00fcckkehren.<br \/>\nSie w\u00fcrde ihren Teil beitragen&#8230;<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>&#8218;Wie w\u00e4rs mit morgen&#8230;?&#8216;<\/p>\n<p>Was bitte hatte ihn geritten, zu sagen, dass es ihm nichts ausmache&#8230; Nat\u00fcrlich machte es ihm was aus&#8230; er hatte Besseres zu tun, als eine Jedi davon abzuhalten, ihre Nase in Dinge zu stecken, von denen sie besser nichts wusste. Auch wenn er selbst schuld daran war, dass sie misstrauisch war&#8230;<\/p>\n<p>Und dann noch dieser First Sergeant. Was mochte der im Schilde f\u00fchren? Wollte er gegen\u00fcber dem Essen aus der Schiffsmesse endlich mal wieder was Gutes zu essen haben &#8211; oder steckte mehr dahinter&#8230;?<\/p>\n<p>Aeden war sich nicht sicher, was er davon zu halten hatte. Aber er w\u00fcrde wohl das Memo abwarten m\u00fcssen, auch wenn alle seine Sinne ihm das Wort &#8222;Falle&#8220; einfl\u00fcsterten&#8230;<br \/>\nDen Kerl zu ver\u00e4rgern w\u00fcrde vermutlich nur neuen \u00c4rger mit sich bringen.<\/p>\n<p>An der Abbiegung zu den Quartieren blieb Aeden kurz stehen.<br \/>\nDie anderen Angeh\u00f6rigen der technischen Crew w\u00fcrden wohl begeistert sein, wenn auch wahrscheinlich aus anderen Gr\u00fcnden&#8230;<br \/>\nEr sollte ihnen besser einen Hinweis schicken, dass diese Jedi in der n\u00e4chsten Schicht bei ihnen herumschn\u00fcffeln w\u00fcrde&#8230; anders formuliert nat\u00fcrlich. Er hoffte nur, dass ihm seine momentane M\u00fcdigkeit nach der Schicht und der Besprechung danach keinen Streich spielen w\u00fcrde&#8230;<\/p>\n<p>&#8222;Die H\u00e4nde schmutzig machen&#8230;&#8216; Wu\u00dfte dieses sommersprossige M\u00e4dchengesicht eigentlich was das hie\u00df&#8230;?<\/p>\n<p>Sich gedanklich von einem Teil seiner Nachtruhe verabschiedend, eilte Aeden noch einmal zum Tech-Bereich zur\u00fcck. Besser, er vergewisserte sich einiger Dinge, w\u00e4hrend die anderen (hoffentlich) schliefen&#8230;<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Zedicus fuhr sich nachdenklich \u00fcber sein Kinn, w\u00e4hrend er die Nachricht von Ned auf einem Datenpad noch einmal kurz \u00fcberfliegt. Diese Jedi namens Amillia hatte er pers\u00f6nlich noch nicht kennengelernt, aber die zwischen den Zeilen in der Mitteilung von diesem Ned versteckten Untert\u00f6ne vermittelten ein eher etwas spezielles Bild von dieser Amillia.<\/p>\n<p>Dennoch huscht kurz ein am\u00fcsiertes Grinsen \u00fcber seine Z\u00fcge als ihm fl\u00fcchtig bewusst wird, bisher noch nie einer Jedi-Frau begegnet zu sein. Rasch wischt er den Gedanken beiseite, w\u00e4hrend er das Datenpad auf den Arbeitstisch vor sich legt, welcher bereits mit allerlei technischen Diagnosesystemen, Datenloggern und halbzerlegten Baugruppen v\u00f6llig \u00fcberladenen war.<\/p>\n<p>&#8218;H\u00f6rt sich wie eine Inspektion an, wo hat uns dieser Ned da nur reingeritten&#8230;.?&#8216;<\/p>\n<p>Und dann noch dieser &#8222;First Sergeant&#8220;, von dem wollte er sich nun gewiss nicht \u00fcber die Schulter blicken lassen. Er hatte nicht viel \u00dcbrig f\u00fcr jegliches Milit\u00e4rgehabe und dessen unausweichlichen Begleiterscheinungen, wie Kasernenhof-Gebr\u00fcll, Drill und Gehorsam, mal ganz abgesehen von den Rollen, welche Angeh\u00f6rige von Milit\u00e4r und Sicherheitsorganen in seinem bisherigen Leben \u00fcblicherweise gespielt haben.<\/p>\n<p>Das kreative Chaos auf dem Tisch erinnert ihn daran, dass es in anderen Schiffsbereichen, wo er gerade zu tun hat, nicht viel anders aussieht.<\/p>\n<p>&#8218;Jetz soll ich f\u00fcr die Herrschaften vielleicht noch extra aufr\u00e4umen, aber das k\u00f6nnen sie vergessen&#8230;vielleicht schreckt sie das verwirrende Durcheinander auch ab und sie wenden sich anderen Baustellen zu&#8216;<\/p>\n<p>Zed&#8217;s Mine erhellt sich vor\u00fcbergehend wieder etwas bei diesem hoffnungsvollen Gedanken, aber es ist zugegebnerma\u00dfen auch eher ein kleiner Hoffnungsschimmer. Gerade Frauen sind, was Ordnung angeht ja besonders pingelig, vor allem weil sie \u00fcblicherweise das System hinter dem vermeintlichen Chaos nicht erkennen k\u00f6nnen. Er wird wieder einmal auf der Hut sein m\u00fcssen, sich in Gegenwart der Jedi und dem Sergeant nicht zu irgendwelchen unbedachten \u00c4u\u00dferungen hinrei\u00dfen zu lassen, noch mehr, als bei seinen Gespr\u00e4chen mit dem Navigator Nayru-Odai und Colgael.<\/p>\n<p>Mit einer gemurmelten Verw\u00fcnschung in Richtung des Datenpads wendet sich Zedicus wieder dem Modul auf dem Arbeitsplatz vor sich zu, um noch die letzen Modifikationen abzuschlie\u00dfen, bevor es wieder an seinem Platz im Feuerleitstand der Korvette eingebaut werden kann.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>\u201eVerehrtes Crewmitglied Ned,<br \/>\nich bin gezwungen mich in einer wichtigen Angeleg&#8230;.\u201c<\/p>\n<p>Sardsch starrte zweifelnd auf sein Datapad, sch\u00fcttelte ver\u00e4rgert den Kopf und dr\u00fcckte die L\u00f6schtaste. So ging das nicht!<\/p>\n<p>Sardsch war bisher ganz zufrieden gewesen, sein Vorgesetzter Renarus schien zu wissen wie das Wozat lief und die Jedi der Besatzung, die er vor ein paar Tagen auf einer Versammlung im Senatsgeb\u00e4ude gesehen hatte, machten einen erfreulich \u201enormalen\u201c Eindruck.<br \/>\nDie milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung, die vor 2 Wochen geliefert worden war, gen\u00fcgte den h\u00f6chsten Anspr\u00fcchen und Sardsch hatte mit Wohlwollen festgestellt, dass alles fabrikneu war und nicht aus dem general\u00fcberholten Schrott bestand, den die Nachschubstellen so gerne auslieferten.<\/p>\n<p>Sardsch setzte neu an<\/p>\n<p>\u201eNed, sie korruptes Bobu, wenn sie nicht unverz\u00fcglich&#8230;.\u201c<\/p>\n<p>Sardsch seufzte und l\u00f6schte erneut das Geschriebene. Er rief noch mal die Lieferdatei der Proviantlieferung auf, da stand es deutlich: 2000 Einheiten Frontrationen Kategorie C.<\/p>\n<p>Kategorie C, das war nichts! Das waren kleine geschmacklose Pillen, die man mit einem Becher Wasser schluckte und die sich dann im Magen zu irgendetwas Nahrhaften aufbl\u00e4hten. Dagegen war selbst die Kategorie-B-Pampe noch ein Genuss.<br \/>\nGanz zu schweigen von Kategorie-A. Sardsch lief fast das Wasser im Munde zusammen als er an den Inhalt der schmackhaften, selbsterhitzenden Vakupacks dachte.<\/p>\n<p>Es hatte einige Zeit gekostet herauszufinden, dass Renarus nur f\u00fcr den milit\u00e4rischen Nachschub verantwortlich war und die Versorgung mit Lebensmitteln in den H\u00e4nden dieses Technikers Ned lag.<br \/>\nEtwas schwerer war es gewesen die H\u00f6he des Etats f\u00fcr diesen Posten zu erfahren. Leicht daf\u00fcr zu erkennen, dass der gr\u00f6\u00dfte Teil davon irgendwo \u201eh\u00e4ngengeblieben\u201c war.<\/p>\n<p>Sardsch war lang genug bei der Truppe um zu wissen, dass man erstens bei einer solchen Sache die Vorgesetzten raushielt und man zweitens es besser vermied, es sich mit denen vom Nachschub v\u00f6llig zu verscherzen.<br \/>\nSo schrieb er:<\/p>\n<p>Von: First Sergeant Sardsch<br \/>\nAn: Versorgungsabteilung<\/p>\n<p>Wenn ihr glaubt uns den C-Fra\u00df unterschieben zu k\u00f6nnen, liegt ihr glubsch\u00e4ugigen Huttenabk\u00f6mmlinge daneben.<br \/>\nDer Kram liegt abholbereit in Lagerraum 4.<\/p>\n<p>Freundlichst Sardsch<\/p>\n<p>Sardsch \u00fcberflog das Memo nochmal kurz. So sollte es sein.<br \/>\nEine kurze, \u00fcbersichtliche Mitteilung, mit allen wesentlichen Informationen und einem festen aber freundlichen Unterton, ohne dabei pers\u00f6nlich zu werden.<\/p>\n<p>Zufrieden dr\u00fcckte Sardsch auf die Senden-Taste und wollte sich gerade dem weiteren Tagesgesch\u00e4ft zuwenden als durch die offene Kabinent\u00fcr eine freundliche, bekannte Stimme dr\u00f6hnte:<\/p>\n<p>\u201eWusst ich doch, dass ich dich hier finde Eusebius, als ich deinen albernen Spitznamen auf der Besatzungsliste sah&#8230;!\u201c<\/p>\n<p>Sardsch\u00b4s Gesicht erstarrte zu einer Maske.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8230;<\/p>\n<p>Ersch\u00f6pft wanderte Ned den Gang der Korvette entlang zu seinem Arbeitsplatz. Die Schicht hatte gerade erst begonnen, aber er f\u00fchlte sich einfach nur ausgepresst.<\/p>\n<p>&#8218;Verh\u00f6re durch Jedi sollten verboten werden.&#8216;<\/p>\n<p>Eine leichte Ber\u00fchrung lie\u00df ihn inne halten und nach unten sehen. Saphran strich wieder um seine Beine. Alarmiert schaute er sich um und hob die Genthianische Katze hoch. Er h\u00e4tte sie zur\u00fccklassen sollen, doch irgendwie war sie die letzte Verbindung zu seiner Vergangenheit und er hatte es nicht hingekriegt.<\/p>\n<p>&#8222;Du sollst doch nicht&#8230;&#8220;, fl\u00fcsterte er und vergewisserte sich, dass der Gang tats\u00e4chlich leer war.<br \/>\nEilig huschte er in einen der schmalen Wartungszug\u00e4nge und schaute missmutig auf das Tier. Es fand fast immer einen Weg dorthin zu kommen, wohin es wollte.<\/p>\n<p>Drau\u00dfen waren eilige Schritte zu h\u00f6ren. Vom Klang her die schweren Stiefel eines der Soldaten.<\/p>\n<p>Ned wartete sie ab, bevor er sich wieder auf den Weg in einen der Lagerr\u00e4ume machte. Die ausgebeulte Stelle des Overalls mit einem Kasten verdeckend und die Z\u00e4hne gegen die ausgefahrenen Krallen der \u00fcberhaupt nicht begeisterten Katze fest zusammengebissen.<br \/>\nManchmal w\u00fcnschte er sich wirklich, sich einmal richtig die Kante geben zu k\u00f6nnen, alles vergessen zu k\u00f6nnen, nicht st\u00e4ndig auf der Hut zu sein, sich durch irgendwas zu verraten.<br \/>\nEr erinnerte sich an die Frau in der Cantina auf Ord Mantell vor Kurzem und seufzte. Wenn ihn derartige Getr\u00e4nke nur nicht im wahrsten Sinne des Wortes auf die Krankenstation bef\u00f6rdern w\u00fcrden&#8230;<br \/>\nDann weckte &#8222;Ord Mantell&#8220; wieder die Erinnerung daran, dass dort noch etwas zu erledigen war, und der Leutnant, der First Sergeant und diese Jedi auf die Erledigung dessen warteten. Leise fluchend hastete er weiter&#8230;<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>&#8222;HAAATSCHU&#8220;<br \/>\nFS Sardsch rieb seine ger\u00f6teten Augen. Wenn er eins jetzt nicht gebrauchen konnte, dann war das eine ausgewachsene Erk\u00e4ltung.<br \/>\n&#8222;HAAATSCHU&#8220;<br \/>\nSeine Nase kribbelte wie verr\u00fcckt und die Augen juckten ohne Unterlass. W\u00e4re er vom Gegenteil nicht \u00fcberzeugt gewesen, h\u00e4tte er darauf gewettet, dass sich irgendeine verdammte Katze auf dem Schiff rumtrieb.<br \/>\nEr w\u00fcrde mal diesen Techniker Ned fragen. Wenn einer sich mit dem Schiff und seinen Bewohnern auskannte, dann er.<br \/>\nDas Piepen des Interkoms riss ihn aus seinen Gedanken.<\/p>\n<p>*Das Interkomm piepst bei jedem auf.\u00a0 Ein nervender Ton, bei dem sich wohl jeder gest\u00f6rt f\u00fchlt*<\/p>\n<p>Intercom: &#8222;Hier spricht Lieutenant Renarus Macress. Ich rufe alle Soldaten und Mannschaften auf, sich zur Inspektion auf Ord Mantell einzufinden!&#8220;<br \/>\n&#8222;Best\u00e4tigen sie den Erhalt des Befehls!&#8220;<\/p>\n<p>Nach dem Ende der Durchsage schickte Sardsch ein Best\u00e4tigungssignal an Lieutenant Renarus.<br \/>\n&#8222;So so, Ord Mantell, dieses Loch&#8220; brummte er.<br \/>\n&#8222;HAAAATSCHU&#8220;<br \/>\nNaja, vielleicht tat ihm ein Klimawechsel ja gut.<\/p>\n<p>&#8212;<\/p>\n<p>Als das Interkom piepste, hatte sich Aeden gerade auf seine Koje geschmissen und f\u00fcr einen &#8222;kurzen&#8220; Moment die Augen geschlossen.<br \/>\nDas Piepsen jagte ihn schneller hoch und in Deckung, als ihm bewusst wurde, um was es sich handelte.<br \/>\nIrritiert starrte er das Ger\u00e4t an, als k\u00f6nne es etwas f\u00fcr die \u00dcbermittlung der Nachricht.<br \/>\nOrd Mantell. Noch so ein wunderbarer Planet, wo man sich \u00fcber den Haufen schie\u00dfen lassen konnte oder in St\u00fccke sprengen.<br \/>\nDann hielt er kurz inne.<br \/>\nHm, war da nicht noch die Best\u00e4tigung der Lieferung der Ersatzrationen&#8230; der K-A-Rationen&#8230; auf die alle so bestanden.<br \/>\nEr hatte die Information im System gesehen und nochmal kurz auf Reise geschickt, da er nicht die mindeste Lust versp\u00fcrt hatte, sie vorm Feierabend noch zu verarbeiten.<br \/>\nNachher w\u00e4re noch jemand auf die Idee gekommen, die Abholung sofort zu verlangen&#8230;.<br \/>\nEr g\u00e4hnte und tastete nach dem Interkom, um eine verschlafene Best\u00e4tigung durchzugeben, dann hielt er noch einmal inne.<br \/>\nVielleicht sollte er im gleichen Zuge doch noch was von den Rationen faseln. Es w\u00fcrde den FS Sardsch vielleicht genug ablenken, seiner &#8222;Erk\u00e4ltung&#8220; nicht weiter auf den Grund zu gehen. Zumindest bis ihm eine L\u00f6sung eingefallen war&#8230;.<\/p>\n<p>&#8230;<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tython, Jahre nach der Pl\u00fcnderung von Coruscant und dem R\u00fcckzug der Jedi dorthin Aussichten&#8230; Wartungsdeck, Bucht #X28, Korvette &#8222;Vrook Lamar&#8220; Der Personal-Eintrag zur Versetzung eines zus\u00e4tzlichen Technikers zur Wartungcrew der &#8222;Vrook Lamar&#8220; enth\u00e4lt nur wenig an Informationen: Name: Ned Aenarros Rasse: Mensch Herkunft: Berchest (Innerer Rand) Alter: 36 Stellung: Techniker Wartungsteam Korvette &#8222;Vrook Lamar&#8220; F\u00e4higkeiten: &hellip; <a href=\"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/?page_id=2804\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Seltsame Wege&#8230;<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":13,"featured_media":0,"parent":2802,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2804","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2804","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/13"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2804"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2804\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2843,"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2804\/revisions\/2843"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2802"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.falkenruhs-wacht.de\/wpr\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2804"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}